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02.01.2017
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Eine Stadtrundfahrt bitte

Kitzbühel | „Erklär mal einem Gast, den du am Vortag um 7.45 Uhr im Hotel Lebenberg geholt und zur Hahnenkammbahn gefahren hast, warum du am nächsten, wenn du ihn nach acht Uhr abholst, den Umweg durch den Lebenbergtunnel, rund um die Stadt und durch die Jochberger Straße zur Hahnen­kammbahn fährst“, schildert ein Mitarbeiter der 40 Kitzbüheler Taxiunternehmen die momentane Situation in der Gamsstadt und spricht damit das temporäre Fahrverbot in der Klostergasse und Malinggasse an. Von 8 bis 18 Uhr darf hier nur stadtauswärts gefahren werden.
Das war im Vorjahr noch ganz anders. Nach der Errichtung des Mini-Kreisl‘s bei der Reischkreuzung durfte auch zu Hochsaisonzeiten in beide Richtungen gefahren werden. Der klassische Stau zwischen 16 und 19 Uhr blieb aus, der Verkehr floss in beide Richtungen. Schnee in den Tallagen gibt es auch heuer nicht, trotzdem darf nur in eine Richtung gefahren werden. „Im Vorwinter hatte die Bergbahn AG Kitzbühel neue Rekordzahlen bei der Beförderung an der Hahnenkammbahn erreicht. Auch das hatte sich nicht negativ auf die Verkehrslage ausgewirkt“, erklärt Kitzbühels Straßenreferent Hermann Huber.

Mit einer Sonderregelung ist dem öffentlichen Individualverkehr (Taxis und gekennzeichnete Hotel-Shuttles) erlaubt, die Schwarzseestraße auch stadteinwärts während der Einbahnregelungszeiten von 15 bis 18 Uhr zu nützen. Eine Regelung, die sich die Taxiunternehmer auch für die weiteren saisonalen Einbahnen wünschen. „Wir haben jetzt einen wunderbaren Standplatz beim Chizzo. Will ein Fahrgast aber zum Sportpark oder nach Jochberg gefahren werden, müssen wir zuerst Richtung Kirchberg fahren, um unser Fahrziel zu erreichen. Dieser Umweg kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld, denn die Taxi-Uhr läuft. Diese Regelung sorgt bei vielen unserer Fahrgäste für Unmut, denn sie vermuten, wir wollen sie abzocken“, erklärt ein Taxiunternehmer. Der Grund für den großen Umweg liegt auf der Hand. Die Taxis dürfen die 200 Meter nicht die Malinggasse hinunterfahren. Zwei Tafeln an der Kreuzung Josef-Herold-Straße und Malinggasse machen die Verkehrs­teilnehmer darauf aufmerksam, dass die Straße von 8 bis 18 Uhr eine Einbahn ist.

Bis vor zwei Jahren wurde die Fläche vor dem Fünferl noch von den Taxis genutzt, um auf Kundschaft zu warten. Sicherheitsauflagen und die Einhaltung der Feuerwehrzonen waren der Grund, warum der Standplatz geräumt werden musste. Verwunderlich ist nun aber, dass diese Fläche als Parkplatz genutzt wird. „Wir waren zumindest in unseren Autos und hätten bei einem Ernstfall sofort den Platz geräumt“, heißt es seitens der Taxler. Elisabeth M. Pöll

In anderen Städten ist es ganz normal, dass der öffentliche Individualverkehr gegen die Einbahnen fahren darf. In Kitzbühel dagegen bekommt man eine Rundfahrt. Fotos: Pöll

 
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