24.10.2016
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Eine Ortschaft zum Wohlfühlen

St. Johann soll nun auch offiziell eine Ortschaft werden, in der sich die Menschen in jedem Alter wohlfühlen – von der Wiege bis zur Bahre.

St. Johann | Nach der Stadt Kitzbühel, nimmt nun auch die Marktgemeinde St. Johann an dem Programm „Audit familienfreundliche Gemeinde“ teil. Auf Anregung des Familien- und Bildungsausschusses unter der Leitung von GR Andrea Hauser (Bürgermeisterliste) wurde die Teilnahme an dem vom Bundesministerium finanzierten Programm in der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen. Nach erfolgreicher Absolvierung steht das Gütesiegel „Familienfreundliche Gemeinde“ in Aussicht.

Was gibt es schon, wo fehlt es noch?

„Das Audit ist ein nachhaltiger kommunalpolitischer Prozess in dem mit Workshops und aktiver Bürgerbeteiligung das vorhandene Angebot an familienfreundlichen Maßnahmen im Ort verbessert werden soll. Es betrifft aber nicht nur die klassische Familie, sprich Vater, Mutter, Kind, sondern eigentlich alle Menschen von der Wiege bis zur Bahre“, erklärt Dagmar Reuter von der „Familie & Beruf Management GmbH“.

Reuter begleitet die Marktgemeinde bei diesem Prozess, an dessen Beginn eine Evaluierung des Ist-Standes steht. „Nachdem festgehalten wird, was es bereits alles in der Gemeinde für Familien gibt, wird mit Einbeziehung der Bürger ermittelt, an welchen Einrichtungen, Angeboten, etc. es noch fehlt“, veranschaulicht Reuter.

Dann ist die Politik wieder am Zug. „Es muss ein Plan erstellt werden, welche Wünsche realisierbar und machbar sind  – natürlich auch in finanzieller Hinsicht. Diese erarbeiteten  Planvorgaben müssen dann innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden“, erklärt Reuter. Am Ende des Prozesses steht das Gütesiegel „Familienfreundliche Gemeinde“.

Audit ist für die Gemeinde kostenlos

Außer die Arbeitskraft kostet das Audit die Marktgemeinde keinen Cent. Die „Familien & Berufsmanagement GmbH“, die eine 100%ige Tochter des Bundes ist, bietet die Informationsveranstaltungen sowie Workshops und Arbeitsunterlagen kostenlos an.

Neben der Stadt Kitzbühel schmücken sich derzeit rund 30 weitere Tiroler Gemeinden bereits mit dem Gütesiegel. „Und die Zahl wächst ständig weiter an, da es der ganzen Gemeinde viel bringt“, erklärt Reuter. Österreichweit tragen mittlerweile rund 400 Gemeinden das Gütesiegel. „Das sind rund 19 Prozent aller Gemeinden – demnach leben rund ein Viertel aller Österreicher in einer familienfreundlichen Gemeinde“, rechnet Reuter vor.

Gütesiegel gilt nur für eine beschränkte Zeit

Wenn man das Gütesiegel erstmal erworben hat, können die Gemeinden sich aber nicht auf die faule Haut legen. „Das Gütesiegel wird nur für drei Jahre verliehen. Dann muss die Gemeinde entscheiden, ob sie einen neuerlichen Prozess starten will – was zu empfehlen ist, denn Stillstand bedeutet wieder einen Rückschritt“, so Reuter.

St. Johann will auch das Unicef-Siegel

Neben dem Gütesiegel „Familienfreundliche Gemeinde“ hat sich St. Johann auch gleich noch um das Unicef-Siegel „Kinderfreundliche Gemeinde“ beworben. In spätestens neun Monaten muss die Marktgemeinde St. Johann die ersten Ergebnisse aus dem Evaluierungs-Prozess liefern. Johanna Monitzer

Bild: St. Johann will sein Angebot für die Bürger noch weiter verbessern. In den letzten Jahren hat die Marktgemeinde bereits viel in die Infrastruktur investiert. So wurde z.B. im letzten Jahr das Jugendzentrum (im Bild) eröffnet. Foto: Monitzer

 
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