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03.05.2020
News  
 

Eine Legende lebt weiter

„Wie geht es mit dem Londoner weiter?“, diese Frage beschäftigte die Nachschwärmer lange. Nun ist es fix: „The Londoner“ wird, so wie wir es kennen und lieben, auch weiterhin bestehen. David Jamieson übernimmt die Leitung in der „The Londoner GmbH“ und wird das Pub weiterführen. Besitzerin Edith Gunnell verkaufte ihm den Großteil ihrer Anteile und wird in den Ruhestand gehen.

Kitzbühel | Die Türen des beliebten Lokals „The Londoner“ bleiben nicht für immer verschlossen. Sobald es gesetzlich wieder möglich ist, will David Jamieson den Betrieb wieder aufnehmen, auch wenn die Geschäftszeiten eingeschränkt sein werden. Jamieson, von Edith Gunnell liebevoll auch „General“ genannt, ist der neue Geschäftsführer, der das Lokal weiterführen wird. „Die Tradition des Londoners geht weiter. Ich werde nichts verändern. Wieso auch? Es läuft in dieser Form sehr gut“, sagt David Jamieson, der auch die Philosophie von Edith und Rik Gunnell, den Gründern von „The Londoner“ weiterträgt. „Nobody is bigger then the Londoner“, sagt einst Rik Gunnell und stellte das freundliche Personal in den Mittelpunkt. Ein weiterer Punkt der Erfolgsgeschichte: alle Gäste sind gleich, egal ob Champagner oder Cola bestellt wird.
„David gehört seit vier Jahren zur Londoner-Crew. In dieser Zeit hat er mich bei der Personalsuche und bei der Suche nach Unterkünften unterstützt. Aber auch die Einschulung der neuen Crew-Mitglieder hat er übernommen und auch die Dienstpläne geschrieben“, erzählt Edith Gunnell, die sich nach 44 Jahren nun in den Ruhestand zurückzieht.

Das erste „The Londoner“ war im Gries
Angefangen hat es im Jahr 1973. Damals lernte die 21-jährige Edith ihren mittlerweile verstorbenen Mann Rik Gunnell in Kitzbühel kennen. Er war 20 Jahre älter, kam aus London und hatte dort schon Nachtclubs betrieben. Nach der Hochzeit lebten die beiden drei Jahre lang in Spanien, in Marbella. Während Rik eine Strandkneipe betrieb, gab Edith Deutschkurse in einer Sprachschule. Als ihre erste Tochter geboren wurde, zog es das Paar wieder zurück nach Tirol.
„In Kitzbühel gab es damals nur Gasthäuser und mein Mann fand, dass wir unbedingt ein Pub für einen schnellen Drink brauchen“, denkt Edith an die Anfangszeit zurück. 1976 eröffneten die beiden das erste „The Londoner“ im Gries. 1977 folgte ein weiteres in St. Johann, 1978 eines in Kirchberg und 1980 das zweite Lokal in Kitzbühel. Im selben Jahr kam die zweite Tochter auf die Welt. 1983 folgte noch ein Pub in Kössen.
Doch 1986 kam der Big Bang. „Rik wollte ein Möbelhaus in Saalfelden zu einem Pub umbauen. Das Gebäude konnte nicht gemietet, sondern musste gekauft werden. Das ganze Projekt war nicht mehr zu stemmen. Wir mussten 1987 in Konkurs gehen“, blickt die 68-Jährige auf ein dunkles Kapitel zurück. Das einzige Lokal, das den beiden letztlich blieb, war das Londoner in Kitzbühel in der Franz-Reisch-Straße.

Ski-Stars feiern gerne im Londoner
Zu den Hahnenkammrennen ist „The Londoner“ ein beliebter Party-Hotspot. Bis zum Morgengrauen feiern hier nicht nur die Fans, sondern auch die Bezwinger der Streif und nicht selten auch die Sieger. In den 70er- und 80er-Jahren waren es Steve Podborski, Ken Read oder Franz Klammer. Später hießen die Sieger Didier Cuche, Daron Rahlves oder Bode Miller, die sich standesgemäß auf den Schultern ins Lokal tragen ließen. „Heuer hat auch Thomas Dreßen toll gefeiert“, verrät Gunnell. Elisabeth M. Pöll

Fotos:
David Jamieson bekommt von Edith Gunnell die Schlüssel für „The Londoner“.
Gründer Rik Gunnell im Kreise seiner Mitarbeiter anlässlich des 25-jährigen Jubiläums.

 
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