15.10.2016
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Ein sicherer Platz für Dangl-Relief

Das Relief des Kitzbüheler Künstlers Sepp Dangl ziert wieder das Gebäude der Wirtschaftskammer. Nach langer Suche für einen geeigneten Platz wurde das Friesband an der rückseitigen Gebäudefront angebracht.

Kitzbühel | Als Auftragsarbeit wurde 1973 vom Kitzbüheler Künstler Sepp Dangl das Relief für die Wirtschaftskammer angefertigt, das bis zum Umbau im Jahr 2009 die Stirnseite des Gebäudes schmückte.

Es ist dem Kitzbüheler Altbürgermeister Friedhelm Capellari zu verdanken, dass das Friesband heute noch erhalten ist. Er kümmerte sich um die Abnahme des Reliefs und die Einlagerung beim Klärwerk. Beim Neubau fand man aber vorerst keine Verwendung für das Kunstwerk, das sich architektonisch nicht integrieren ließ. Dabei verdeutlicht das bildhauerische Werk just jene sechs Stationen, die die Sparten der Wirtschaftskammer sind.

Nach der Fertigstellung der neuen Wirtschaftskammer machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für das Kunstwerk. Aber weder Schule  noch Bezirkshauptmannschaft als etwaige Standorte waren geeignet. Schließlich kehrte das Kunstwerk nun doch zur Wirtschaftskammer zurück. Auf der Rückseite des Gebäudes wurde es angebracht. „Wenn die momentanen Umfahrungspläne wirklich realisiert werden, dann wird das Relief noch besser zu sehen sein“, sagt WK-Bezirksobmann Klaus Lackner. Zufrieden ist auch die Tochter des Künstlers. „Zumindest wurde für das Reflief ein sicherer Platz gefunden“, sagte Marina Dangl.

Größere Wertschätzung für Sepp Dangl

Generell zu wenig Wertschätzung bekommen die Werke von Sepp Dangl in den Augen von Jochen Burger, der den Künstler auch persönlich kannte. „Es gibt in Kitzbühel 21 Werke, die öffentlich zugänglich sind“, weiß Burger. Zwei der insgesamt drei Casinosäulen sowie die Statue der Studierenden vor der Handelsakademie sollten gereinigt werden. Über den sorglosen Umgang mit der dritten Casino­säule ist Burger noch heute verärgert: „Im Zuge der Umbauarbeiten bei der Bezirkshauptmannschaft wurde das Werk beschädigt und einfach entsorgt“. Zudem regt Burger an, einem so wertvollen Künstler wie Dangl in der Gamsstadt mehr zu huldigen. Als Möglichkeiten führte er eine Straßenbenennung oder einen Dangl-Rundgang an.

Marina Dangl, selbst Kunstschaffende, regte an, dass junge Künstler wieder mehr Unterstützung bekommen sollen.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Klaus Lackner, Friedhelm Capellari, Marina Dangl und Jochen Burge­r (v. l.) vor dem wiederangebrachten Dangl-Relief an der Kitzbüheler Wirtschaftskammer. Foto: Pöll

 
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