31.01.2017
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Ein sattes Minus in der Bilanz

Mit einem Nächtigungsplus von 6,8 Prozent liegt hinter der Tourismusregion Kaiserwinkl ein mehr als erfolgreiches Jahr 2015/16, wenn sich auch dieses gute Ergebnis nicht in der finanziellen Bilanz des Tourismusverbandes niederschlägt. Daher wurde jetzt u.a. die Aufenthaltsabgabe erhöht.

Kössen | Volles Haus vergangene Woche im Veranstaltungszentrum Kaiserwinkl in Kössen – die Verantwortlichen des Tourismusverbandes, allen voran Obmann Gerd Erharter, zogen Bilanz über das abgelaufene Jahr. „Das Tourismusjahr 2015/2016 war in der Region mehr als erfolgreich“, freut sich Erharter. Mit einem Nächtigungsplus im Sommer von 7,2 Prozent sowie im Winter mit 6,1 Prozent liegt ein Rekordjahr hinter den Kaiserwinklern. „Damit haben wir ein Gesamtnächtigungsplus von 6,8 Prozent“, informierte der Obmann.

Mit ein Grund für das erfolgreiche Ergebnis sei sicher auch die neue Homepage, auf der inzwischen um 50 Prozent mehr Besucher registriert wurden, als auf der alten. „Geholfen hat uns sicher auch die ‚politische Großwetterlage‘. Vor allem die Anzahl der Gäste aus dem Nahbereich, u.a. Deutschland und Österreich, die verstärkt das Auto einer Flugreise vorziehen, ist gewachsen“, erklärte Erharter.

Erhöhung bringt 300.000 Euro

Trotz des guten Nächtigungsergebnisses schaut es jedoch in der Kasse des TVBs nicht so gut aus. Während die Jahre 2013 und 2014 finanziell mit einem Plus abgeschlossen wurden, weist die Bilanz 2015 ein Minus von rund 89.600 Euro aus. „So wird es nicht weitergehen können“, betont der Obmann, aber auch der Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Brunner. „Grund dafür ist der gesunkene Gesamtumsatz der Unternehmen, nicht nur jener im Tourismus“, klärte Erharter auf. Dadurch sinken die Beiträge. Gegensteuern werden die Touristiker jetzt mit einer Erhöhung der Aufenthaltsabgabe, die pro Nächtigung von bisher 1,50 Euro auf 1,90 Euro ansteigt. „Wir haben lange, um nicht zu sagen heiß, darüber diskutiert“, betonte Norbert Brunner. Die erwartete Diskussion der anwesenden Mitglieder blieb jedoch aus – der Erhöhung wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. Rund 300.000 Euro soll diese jährlich mehr in die Kasse spülen. Brunner und Erharter betonten überdies, dass „sich die Unternehmensumsätze im Jahr 2016 entsprechend gesteigert haben.“ Und damit sei im Vorjahr auch wieder mehr Geld in die Kassen geflossen.

Neue Rad- und Wanderrouten

Auch wenn die Finanzdecke momentan dünn ist, arbeiten die Kaiserwinkler weiterhin mit Volldampf an der Umsetzung des Strategie- und Projektentwicklungsprozesses, der im Vorjahr unter dem Titel „Kaiserwinkl 2025“ gestartet wurde. Die Touristiker haben sich Profis an Bord geholt, die mit rund 100 Kaiserwinklern in vier Projektgruppen Ideen gesammelt haben, wie die Region attraktiver gemacht werden kann. Erste Projekte wurden im Rahmen der Vollversammlung auch vorgestellt. Unter anderem ist die Erschließung neuer Rad- und Wanderrouten geplant, auch dem Walchsee kommt eine Schlüsselrolle zu. Im Laufen ist ja bereits das transnationale Leaderprojekt  „Wanderweg Klobenstein“. Der TVB-Vorstand ist sich darüber bewusst, dass auch für die Realisierung der jetzt präsentierten Projekte einige 100.000 Euro in die Hand genommen werden müssen. Hier ist man bereits mit Feuereifer bei der Planung.

Für Aufregung sorgte im Rahmen der Versammlung auch das Skigebiet am Zahmen Kaiser in Walchsee, da die Beschneiung, so die Kritik, mehr als zu wünschen übrig lässt. Bergbahnchef Konrad Kurz präsentierte mit Christian Klenkhart vom gleichnamigen Planungsbüro die Pläne, die zukünftig für eine erfolgreiche Beschneiung sorgen sollen. Margret Klausner

Bild: TVB-Obmann Gerd Erharter, Geschäftsführer Thomas Schönwälder und AR-Vorsitzender Norbert Brunner (v.l.) leiteten die turbulente Sitzung. Foto: Klausner

 
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