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01.01.2019
News  
 

Ein positiver Ausblick auf 2019

Durchwegs positive Rückmeldungen gab es für das 36,647 Mio.-Budget von den Gemeinderäten. Die Marktgemeinde wird weiter in die Infrastruktur investieren, will aber auch die steigenden laufenden Ausgaben im Blick behalten.

St. Johann | Selbst vom sonst sehr kritischen GV Heribert Mariacher, der in den Vorjahren zu einem Sparkurs aufrief, gab es letzte Woche ein positives Resümee über die finanzielle Haushaltsplanung für das kommende Jahr. „Es wurde ein solides und braves Budget geschnürt. Viele Projekte werden umgesetzt und was mir besonders gut gefällt, ist, dass wir auch noch Rücklagen bilden“, sparte Mariacher (parteifrei) dieses Mal nicht mit Lob.

Haushaltsvolumen stieg um vier Prozent

Finanzreferent Vize-Bürgermeister Georg Zimmermann erläuterte die Eckpunkte des 36,647 Mio. starken Haushaltsplanes für 2019. Die Marktgemeinde veranschlagt 34,447  Mio. Euro im ordentlichen Haushalt. Im außerordentlichen Haushalt, wo Projekte budgetiert werden, stellt die Gemeindeführung 2,2 Mio. Euro zur Verfügung. Damit hat sich das gesamte Haushaltsvolumen noch einmal um rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. „Auch die Finanzkraft wird weiter steigen. Die Kennzahlen veranschaulichen, dass die Gemeinde finanziell gut funktioniert“, veranschaulicht Zimmermann.

Hohe Finanzkraft = mehr Transferzahlungen

Auch der Wirtschaftsmotor läuft: „St. Johann hat sehr gute Arbeitsplätze, die Einnahmen bei der Kommunalsteuer steigen stetig“, rechnet Zimmermann vor. Im Jahr 2019 erwartet die Gemeinde rund 4,25 Mio. Euro an Kommunalsteuereinnahmen (+200.000 Euro gegenüber dem Vorjahr). Hohe Steuereinnahmen und ein solides finanzielles Fundament bedeuten aber auch, dass St. Johann bei den Transferzahlungen an Bund und Land stärker zur Kasse gebeten wird. Laut Budgetplanung wird St. Johann im Jahr 2019 rund 4,595 Mio. Euro an Transferzahlungen von den Trägern des öffentlichen Rechts erhalten, muss aber im Gegenzug rund 13,317 Mio. an sie zahlen.

Der Schuldenstand der Gemeinde soll sich im Jahr 2019 von 10,696 Mio. auf 7,779 Mio. Euro verringern. Das soll eine Pro-Kopf-Verschuldung von 820,29 Euro ergeben. Bürgermeister Stefan Seiwald (VP) kündigte an, 2019 auch Rückstellungen zu bilden. In Hinblick auf die geplanten Infrastrukturmaßnahmen, wurde dies von allen Seiten im Gemeinderat begrüßt.

Nächstes Großprojekt: Bau Kinderbetreuung

Im außerordentlichen Haushalt veranschlagte man für 2019 schon einmal 500.000 Euro für das nächste Großprojekt, den Bau der Kinderbetreuungseinrichtung auf den Ellbögengründen (der Kitzbüheler Anzeiger berichtete). Für Kanalinfrastruktur wurde eine Million, für den Radweg nach Going 550.000 sowie für den Bau/die Renovierung des Amtsgebäudes und des Bauhofes insgesamt 150.000 im außerordentlichen Haushalt veranschlagt.

Sorgen wegen Kürzung von Sozialleistungen

GV Christl Bernhofer (Liste Soli/SP) äußerte neben ihres positiven Resümee über das präsentierte Zahlenwerk auch Bedenken: „Ich mache mir schon Sorgen um die Zukunft, denn die Sozialleistungen werden gekürzt und das fällt auf die Gemeinden zurück. Da wird noch viel auf uns zukommen.“

Herausforderungen und Begehrlichkeiten

Das Budget wurde einstimmig beschlossen. Bgm. Seiwald (VP) bedankte sich beim gesamten Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit. „Wir befinden uns im Spannungsfeld zwischen Wünschen, Herausforderungen und Begehrlichkeiten. Trotz großer anstehender Investitionen, wie dem Bau der Kinderbetreuungseinrichtungen,  können wir auch wieder in die stetige Weiterentwicklung, wie z.B. den Masterplan, investieren. Ich möchte das Lob an euch alle für eure weitsichtige Arbeit im Gemeinderat zurückgeben.“
Johanna Monitzer, Fotomontage: Anzeiger

Daten & Fakten
Kennzahlen Budget 2019
Die Marktgemeinde St. Johann schnürte für 2019 ein Budget von 34,4472 Mio. Euro im ordentlichen und 2,2 Mio. Euro im außerordentlichen Haushalt.

Die größten fortlaufenden Ausgabenposten: Beiträge für Gebietskörperschaften 6,736 Mio., Investitionen Infrastruktur 6,306 Mio., Personalkosten 5,739 Mio., Gesundheitswesen 2,261 Mio.

Die größten fortlaufenden Einnahmeposten: Eigene Steuern 5,477 Mio., Ertragsanteile 9,276 Mio., Verrechnung Leistungen 1,887 Mio., Kanalgebühren: 1,76 Mio.
Mitarbeiterstand Gemeinde St. Johann: 140, Einwohnerzahl: 9.470.

 
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