31.05.2016
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Ein offenes Ohr für die Jungen

Die Marktgemeinde St. Johann gilt bezirksweit nicht nur als Vorreiter in Sachen Jugendarbeit, sondern die Mitarbeiter im örtlichen Jugendzentrum sind auch wichtige Impulsgeber bei der offenen Jugendarbeit in Tirol.   

St. Johann | Zuhören, Reden, den Jungen einen Freiraum ohne Zwänge und Pflichten geben - das sind nur einige Eckpunkte der offenen Jugendarbeit, die im St. Johanner Jugendzentrum (JUZ) gelebt werden. „Offene Jugendarbeit wird immer wichtiger, weil viele Jugendliche in eine Phase kommen, wo sie fern von Vereinen ihre Freizeit frei gestalten wollen. Zwänge gibt es bei uns nicht“, erklärt JUZ-Leiterin Gudrun Krepper.

Die Arbeit mit Kindern wird immer wichtiger

Das St. Johanner JUZ gehört, wie alle anderen Zentren, zu dem landesweiten Netzwerk „pojat“ (Plattform offene Jugendarbeit Tirol), welches seit 2004 besteht. „Ziel ist es die Qualität der offenen Jugendarbeit zu sichern und zu verbessern“, erklärt Geschäftsführer Lukas Trentini. Der Dachverband ist aus einer ehrenamtlichen Organisation entstanden. Vier Mal pro Jahr treffen sich die Jugendarbeiter, um sich zu Vernetzen und neue Handlungsfelder zu erarbeiten.

Am Montag trafen sich die Tiroler Jugendarbeiter auf Einladung von „pojat“ nun in St. Johann, um über die Zielgruppe Kinder zu sprechen - auch für die Marktgemeinde ein wichtiges neues Gebiet. „Wir bieten seit heuer erstmals auch Kindern zwischen acht und elf Jahren die Möglichkeit, am Mittwochnachmittag ins JUZ zu kommen“, informiert Krepper. Das Angebot wird sehr gut angenommen.

St. Johanner arbeiteten an Handbuch mit

Im letzten Jahr hat „pojat“ erstmals ein Handbuch zur offenen Jugendarbeit herausgebracht, an dessen Inhalt auch Gudrun Krepper und Alois Fankhauser vom JUZ St. Johann maßgeblich beteiligt waren. „Es handelt sich bei dem Handbuch um ein Grundlagenpapier für die Mitarbeiter in der offenen Jugendarbeit, das versucht, der aktuellen Jugendarbeit in Tirol gerecht zu werden und die kommenden Entwicklungen anzudeuten“, erklärt Trentini.

Seit 1984 gibt es in der Marktgemeinde ein Jugendzentrum. Die Strukturen sind gewachsen. Derzeit betreut Krepper das Jugendzentrum zusammen mit zwei Mitarbeitern. Mittlerweile gibt es tirolweit 80 Standorte wo, wie in St. Johann, offene Jugendarbeit angeboten wird.

Das JUZ in St. Johann wird gut besucht

Im Durchschnitt besuchen bis zu 50 Jugendliche das JUZ. Sogar für die Mädchen gibt es einen eigenen Rückzugsort. „Die Jugendlichen sollen sich bei uns wie zuhause fühlen. Wir hören ihnen zu und versuchen, ihre Stärken sowie ihr Selbstwertgefühl zu fördern“, erklärt Krepper.

Vorwiegend nehmen St. Johanner Jugendliche das Angebot in Anspruch. „Wir haben aber auch Mädchen aus Fieberbrunn oder Waidring, die uns regelmäßig besuchen. Jeder ist bei uns willkommen“, betont die JUZ-Leiterin.
Johanna Monitzer

 
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