17.04.2016
News  
 

Ein neues Herz für die kleine Lily

Mit neuem Herz zurück in‘s alte Leben: Das Schicksal der zweijährigen Lily hat die Leser des Kitzbüheler Anzeigers bewegt. Nun gibt es wunderbare Nachrichten.  

Kirchberg/Wellington  | Es war kurz vor Mittag, Veronika Klingler war gerade dabei, das Mittagessen vorzubereiten, als sie und Adam Leadbetter den lebensverändernden Anruf aus dem Krankenhaus erhielten. Nach Monaten des Wartens war endlich ein neues Herz für ihre 2-jährige Tochter Lily gefunden worden! Der Kitzbüheler Anzeiger berichtete und viele Menschen nahmen Anteil: Lily litt seit ihrer Geburt an einem schweren Herzfehler namens Hypoplastisches Linksherz-Syndrom. Nach drei Operationen am offenen Herzen, kam im Mai letzten Jahres schließlich die Hiobsbotschaft, dass Lily‘s Herz zu schwach für weitere notwendige Eingriffe sei. Die letzte noch verbleibende Chance auf Leben war eine Herztransplantation. Da eine Transplantation in ihrer Heimat Neuseeland aufgrund der verschwindend geringen Spenderbereitschaft des Landes aber leider nicht möglich war, mussten Veronika und Adam kurzerhand ihr komplettes Leben auf den Kopf stellen und für eine Überlebenschance ihrer Tochter nach Australien ziehen. Im Juni, 3 Tage vor Lily‘s zweitem Geburtstag, ist die Familie mit Kirchberger Wurzeln schließlich von Wellington aus aufgebrochen.

Weg in‘s Spital war Weg in das neue Leben

Der alles verändernde Anruf kam unerwartet und bedeutete, die Familie musste ins Krankenhaus – sofort! „Wir haben uns einfach riesig gefreut, dass es endlich weitergeht“, sagt Veronika, eine gebürtige Kirchbergerin. Der Weg ins Krankenhaus, war der Weg in ein neues Leben. Es war das Warten, das die Familie am meisten zermürbt hat. Warten, während ungewiss war, wie lange Lily‘s Herz noch schlagen würde. 10 Monate lang stand Lily auf der
Transplantationsliste.

Bereits eine Stunde nach dem lang ersehnten Anruf lag Lily auf dem Operationstisch und
nach einer mehr als 10-stündigen Operation konnten sie die Eltern auf der Intensivstation besuchen. „Die Reaktion des Körpers auf das neue, gesunde Herz war schon damals sofort zu erkennen. Wir waren überwältigt“, erzählt Veronika. „Heute, Wochen nach der Transplantation, ist Lily wie ausgewechselt. Sie ist ein glückliches und zufriedenes Kind.“

Das neue Herz gibt Lily weitere 10 bis 15 Lebensjahre. Veronika und Adam hoffen, dass die Forschung und Entwicklung von Kunstherzen bis dahin so weit fortgeschritten ist, um diese auch am Menschen langfristig erfolgreich implantieren zu können. Vorerst sind sie aber dankbar für die wertvolle Zeit, die Lily mit ihrem neuen Herzen geschenkt wurde. „Wir sind der Spenderfamilie wirklich unendlich dankbar für diese selbstlose Entscheidung. Im Gegensatz zu Österreich gilt in Australien in Bezug auf Organspenden nämlich das Opt-In-Verfahren. Das heißt, jeder Bürger bzw. dessen Familie muss sich aktiv dafür entscheiden, Organspender zu werden“, informiert Veronika.

Dank an alle Unterstützer

Lily zeigt bisher keine Anzeichen einer Abstoßung. Der positive Verlauf nach der OP ermöglicht es Veronika, Adam und Lily nun Ende April endlich wieder zurück nach Wellington zu gehen.
„Die beispiellose Unterstützung von so vielen Leuten und die vielen positiven Gedanken haben in der für uns so schwierigen Zeit viel Kraft und Zuversicht gespendet“, bedankt sich Veronika bei allen Unterstützern aus ihrer alten Heimat.

 
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