06.09.2016
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Ein kleines Juwel als Vorplatz

Zu einer echten Augenweide soll der Bahnhofsvorplatz in Kitzbühel werden. ÖBB, Land Tirol und Stadt Kitzbühel investieren in eine Park&Ride Anlage sowie die Neugestaltung des Vorplatzes, der künftig nur noch den öffentlichen Verkehrsmitteln dient. Bis August 2017 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.

Kitzbühel | Am Kitzbüheler Bahnhof wurde in den vergangenen Jahren viel gearbeitet. Von 2009 bis 2011 wurde das Gebäude samt Bahnsteige saniert und barrierefrei gestaltet. Bei der Eröffnung im Mai 2011 wurde bereits die Neugestaltung des Vorplatzes samt Park&Ride Anlage angesprochen. Die Verhandlungen und auch Planungen benötigten mehr Zeit, als ursprünglich vorgesehen, doch nun sind die Arbeiten voll angelaufen.

Für Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler ist die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes ein weiterer Meilenstein. Ebenso wie Landeshauptmann Stellvertreterin Ingrid Felipe ist es für Winkler wichtig, den Pendlern den Umstieg auf die Schiene schmackhafter und auch leichter zu machen. Zudem hofft Felipe, dass neben den physischen Barrieren auch die Barrieren im Kopf und in der Bequemlichkeit abgebaut werden und der öffentliche Verkehr noch mehr genutzt wird.

63 Stellplätze für Bahnkunden

In der ersten Bauphase wird die Park&Ride Anlage entstehen. Dabei werden vom Bahnhofsgelände in Richtung St. Johann auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern 63 Stellplätze für Bahnkunden geschaffen, darunter auch vier Parkplätze für Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Anlage wird bereits mit den Anschlüssen für E-Mobilität ausgestattet, wie Günter Oberhauser, Projektleiter ÖBB-Infrastruktur erläutert. Zudem gibt es in der Park&Ride Anlage einen Ticketautomaten, der auch gleich den Parkschein ausstellt. Benützt werden dürfen die Stellplätze ausschließlich von Bahnkunden.

Die Kosten für die Park&Ride Anlage teilen sich die ÖBB, das Land Tirol und die Stadt Kitzbühel. Insgesamt werden in diesem Bereich 500.000 Euro investiert, der Anteil der Stadt Kitzbühel beträgt 25 Prozent, also 125.000 Euro.

Neun Bushaltestellen am Vorplatz

Nach der Fertigstellung der Park&Ride Anlage wird im Frühjahr die Neugestaltung des Vorplatzes in Angriff genommen. Das Geflecht aus Parkplätzen, Bushaltestelle und Taxistandplatz wird gelöst. Die Taxis werden künftig zwischen dem Bahnhofsgebäude und der Park&Ride Anlage einen überdachten Stellplatz haben und sind vom Bahnhof aus direkt und barrierefrei erreichbar.

Am Vorplatz entsteht ein geordnetes und übersichtliches System für den öffentlichen Verkehr. Auf dem 3.500 Qua­dratmeter großen Areal entsteht ein Busterminal, das nach Fertigstellung neun Busstandplätze anbietet. Der Innenbereich des Terminals wird gepflastert, begrünt und mit Sitzbänken samt Überdachung ausgestattet. Auch bei Schlechtwetter ist dann ein bequemes Umsteigen mit kurzen Wegen vom Bus zur Bahn sichergestellt. Die leuchtstarken, doppelseitigen Anzeiger sind zudem mit einer Sprachfunktion ausgestattet.

Dieses Bauvorhaben soll bis August 2017 abgeschlossen werden. Die Kosten von zwei Millionen Euro tragen die ÖBB (80 Prozent) und das Land Tirol (20 Prozent). Die Stadt Kitzbühel übernimmt die laufenden Kosten für den Winterdienst, Reinigung, etc.

Westlich vom Bahnhof entsteht die Kiss&Ride Zone. Dieser Bereich steht all jenen zur Verfügung, die jemanden zum Bahnhof bringen oder abholen wollen. Die Parkzeit ist in diesem Bereich auf 20 Minuten beschränkt. Elisabeth M. Pöll

Bild: Mit den Arbeiten für die Park&Ride Anlage östlich des Bahnhofes wurde bereits begonnen. Bürgermeister Klaus Winkler und Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe schauen sich mit Projektleiter Günter Oberhauser die Pläne für den neuen Vorplatz an. Das gesamte Projekt soll bis August 2017 fertiggestellt werden. Foto: Pöll

 
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