29.01.2020
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Ein fast drei Meter großes Untier

Am Mittwoch wurde im Museum Kitzbühel ein fabelhaftes Tier ausgeladen.

Kitzbühel | Er ist sagenhafte 2,80 Meter groß, der Kopf eines Löwen fletscht die Zähne und der gewaltige Schwanz einer Echse schlängelt sich am Boden. Das Naturhistorische Museum in Wien hat für die Sonderausstellung „Tatzelwurm“ im Museum Kitzbühel dieses fabelhafte Wesen extra gestaltet. „Sechs Mitarbeiter haben innerhalb einer Woche die 780 Schuppen für das Tier aufgeklebt“, erzählt Präparator Robert Illek, der das Fabelwesen sicher in die Gamsstadt überstellt hat.
Da staunten nicht nur die Fußgänger, als das riesige Untier aus dem LKW entladen und behutsam ins Museum transportiert wurde. Das Schaustück wird einen weiteren Höhepunkt in der Sonderausstellung bilden. Bereits bevor der Tatzelwurm ins Museum gebracht wurde, musste er für viele Selfies herhalten.

Plattform Wildkatze wird unterstützt
Aber nicht für Erinnerungsfotos soll das Schaustück dienen, es soll damit auch auf die Situation der Wildkatzen in Österreich aufmerksam gemacht werden. „Es kann und soll für die Plattform Wildkatze des Naturschutzbundes Österreich gespendet werden. Die Wildkatzen sind fast ausgestorben“, veranschaulicht Künstlerin Jennifer Franzke.

Der Tatzelwurm „wütet“ in Kitzbühel
Franzke war auch Ideengeberin zur Sonderausstellung. Sie erweckt das mystische Tier in ihren Bildern zum Leben. Das Museum Kitzbühel widmet dem Fabelwesen „Tatzelwurm“ auf zwei Etagen eine fantastische Sonderausstellung, welche Realität und Fantasie verschwimmen lässt. In der Ausstellung werden Überlieferungen beleuchtet und die Fantasie angeregt, indem man den Tatzelwurm in Kitzbühel sein fiktives Unwesen treiben lässt. Auch weitere heimische Künstler, wie Gregor Unterrainer, Christoph Rieser oder Gernot Lazzari ließen ihrer Fantasie freien Lauf.

Die fantasievolle Schau ist noch bis 29. März im Museum Kitzbühel zu sehen. Was mit dem Kitzbüheler Tatzelwurm nach der Schau passieren wird, steht noch nicht fest. Vielleicht verwandelt er sich wieder in einen Löwen. „Oder vielleicht machen wir auch im Naturhistorischen Museum eine Ausstellung mit Fabelwesen“, sagt Präparator Robert Illek, bevor er sich wieder auf nach Wien machte. In der Bundeshauptstadt würde der Kitzbüheler Taztelwurm sicher auch für Furore sorgen. Johanna Monitzer

Museums Direktor Wido Sieberer (li.) und Jennifer Franzke nahmen den 2,80 Meter großen Tatzelwurm von Chef-Präparator Robert Illek (Naturhistorisches Museum Wien) in Empfang. Foto: Monitzer

 
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