14.09.2020
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Ein Unfall mit Folgen

Am 10. Juli krachte der Kitzbüheler Christian Hlebetz mit seinem Auto gegen das Tunnelportal in Kirchberg. Das Auto war vollkommen zerstört, Dank des schnellen Einsatzes der Ersthelfer überlebte er. Dieser Umstand war der Auslöser für eine Spendenaktion, die von seiner Partnerin Kate Devine ins Leben gerufen wurde. Die Spendenbereitschaft war enorm.

Kitzbühel, Kirchberg | Zwei Monate nach dem Unfall befindet sich Christian Hlebetz weiter auf dem Weg der Besserung: „Ich hatte viel Glück und kann nur Danke sagen“, erinnert er sich zurück. Heute sieht man von dem schweren Unfall nur noch einen Gips am rechten Bein und einige OP-Narben.
Die inneren Verletzungen waren schwer, ein Riss in der Bauchaorta lebensgefährlich. Bei dieser Verletzung ist schnelle Hilfe wichtig, die ersten 10 Minuten nach dem Unfall entscheiden über Leben und Tod. „An diesem Tag haben ein paar Schutzengel eine Sonderschicht eingelegt“, schreibt Hlebetz auf Facebook an seine Freunde. Neben Hilfe von oben kann man einige auch beim Namen nennen – Rettung, Feuerwehr Kirchberg, Polizei und das Team des Christophorus 4-Stützpunktes leisteten rasch Erste Hilfe. Die Ärzte und das Pflegepersonal der Klinik den Rest und nach bangen Tagen und mehreren Operationen war klar: Er wird durchkommen.

Freiwillige in den Fokus rücken
Die Erleichterung war bei Freunden und Bekannten groß, besonders bei Partnerin Kate. Und neben der Erleichterung kam auch die Dankbarkeit: „Diese Erste Hilfe wurde sowohl von der Rettung als auch von der Feuerwehr gewährleistet, das sind alles freiwillige Helfer. Sie gaben Chris erst die Überlebenschance, die er brauchte, um ins Krankenhaus zu kommen“, schildert Kate in einem emotionalen Post und warb gleichzeitig um Spenden für die Blaulichtorganisationen. Sie erzählt, dass viele Freiwillige ihre bezahlten Jobs verlassen haben, um Chris das Leben zu retten. Immer mehr Spenden trudelten ein, nicht nur aus dem Bezirk oder Tirol, sondern auch weltweit. „Es gab zwei Überweisungen aus Amerika, sowie eine Spende aus Japan“, erzählt der Kitzbüheler und ergänzt, dass er bei Weitem nicht mit soviel Spenden gerechnet hat. Eines stellt er aber klar: „Mein Unfall war der Auslöser, damit man erinnert wird, dass sich viele Menschen freiwillig für Dienste zur Verfügung stellen und dies keine Selbstverständlichkeit ist“.

Überwältigende Spendenbereitschaft
Nicht aus den Augen verlieren will man heuer auch die schwierige Situation der Vereine, denn durch Corona konnten die Vereine ihre beliebten Feste nicht abwickeln. Somit fehlen Einnahmequellen. Dadurch entschied sich die Familie, auch der Feuerwehr Kitzbühel, ihrem Heimatort, eine Spende zukommen zu lassen. Von Woche zu Woche kamen mehr Spenden zusammen und so wurde der Aufruf zu einer Herzensangelegenheit für die ganze Familie: „Kate ist von Firma zu Firma gegangen und hat das alles organisiert und abgewickelt“, erzählt Hlebetz stolz. Insgesamt kamen mehr als 7.600 Euro zusammen.

Große Freude beim Roten Kreuz
Die erste Übergabe fand bei der Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Kitzbühel statt. Bezirksstellenleiter Daniel Hofer nahm die Spende entgegen und bedankte sich herzlich: „Neben der großzügigen Spende freuen wir uns besonders über die Gewissheit, dass unser Engagement wirkt. Oft erfahren die beteiligten Einsatzteams nichts über den Ausgang eines Einsatzes. Wenn dann so eine positive Rückmeldung kommt, freut uns das wirklich sehr!“ Weitere Übergaben an die Feuerwehren Kirchberg und Kitzbühel sowie das Notarztteam des Christophorus 4 folgen. Verena Mühlbacher

Bild: Christian Hlebetz überreichte den Spendenscheck an Daniel Hofer vom Roten Kreuz. Weitere Übergaben bei den Feuerwehren Kitzbühel und Kirchberg sowie beim Christophorus-Stützpunkt C4 folgen noch. Foto: Rotes Kreuz Kitzbühel

 
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