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30.08.2019
News  
 

Ein Trip nach „Nevrland“

Beim Filmfestival Kitzbühel reihen sich erstklassige Filme aneinander und konkurrieren im Wettbewerb.

Kitzbühel | Welcher jedoch herausstach, war ein Exemplar von Gregor Schmidinger. Die Hauptrolle besetzte ein Nachwuchstalent, Simon Frühwirth, welcher die Rolle unfassbar gut interpretierte.

„Wie fühlt es sich an zu sterben?“

Das ist eine Frage, die sich viele Teenager stellen, ebenfalls Hauptfigur Jakob. In der digitalen Generation X ist es nicht ungewöhnlich, dass man an Angststörungen, Depressionen und an anderen mentalen Krankheiten leidet. Dieser Film hat etwas, zu dem sich viele Menschen in meinem Alter hingezogen fühlen. Es zeigt die oftmals brutale Psyche und Anschauung von Personen.

Weil Probleme kein Wettkampf sind, kann sich jeder in die Lage hineinversetzen. Gregor Schmidinger schildert aus eigener Erfahrung, wie sich Anfälle von Angststörungen anfühlen können und löste bei den Zuschauern unbeschreibliche Emotionen aus. Kritiker sagen, es sei unrealistisch, dass eine erwachsene Person das heutige Jugendleben so schildern kann. Jedoch aus der Perspektive der Jugend ist es nachvollziehbar und sehr realistisch dargestellt, weil vor allem eines immer gleich bleiben wird: Egal, welches Alter oder welche Generation, jeder hat eine Last im Leben zu tragen.

Horrortrip?

Man kann bei dem Titel kreativ werden und versuchen zu interpretieren, für was „Nevrland“ steht. Erst am Schluss wird es klar und je nach Lebenseinstellung kann man sich das Ende selbst gestalten. Beeindruckend ist das Gefühl nach dem Film. Es ist schwer zu begreifen, was man fühlen oder darüber denken soll. Die Brutalität ist zwar verstörend, aber auch ein Spiegel, der vor die Gesellschaft gehalten wird und eine Wiedergabe von Gedanken, die man verschweigt.

„Glaubst du an eine Seele?“

Ich selbst bin nicht religiös und fand diese Frage etwas fade – bis ich die Antwort vom Künstler Kristjan hörte. „Daran glaube ich nicht im übernatürlichen Sinn, dennoch kann man in der Kunst das Innenleben eines Menschen sehen und das bleibt, also ja.“ Dieser Satz hat etwas in mir bewegt und ist hängen geblieben. Weil ich Kunst und Naturwissenschaften liebe – wie Filmfigur Jakob. Es war, als ob sich etwas von mir im Film befand. Und mit dem Gedanken bin ich sicher nicht die einzige. Herzlichen Glückwunsch und meinen Respekt, es war mir eine Freude diesen Film zu erleben!
„Szenenapplaus“ von unserer Praktikantin Carmen Kloiber

Bild: Meine begeisterte Freundin Pia Innerhofer mit dem Regisseur Gregor Schmidinger und dem Schauspieler Simon Frühwirth (li.). Foto: Kloiber

 
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