15.07.2018
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Ein Recyclinghof für drei Dörfer

Seit bereits acht Jahren kämpft Kössens Umweltauschuss-Obmann Erwin Schweinester um den Neubau des Recyclinghofes. Nächstes Jahr soll es jetzt endlich losgehen.

Kössen |  Es ist nur eine halbe Lösung, jene der Müllentsorgung in Kössen. An zwei Stellen, zum einen am Bauhof, zum anderen bei der Kompostieranlage auf halbem Weg nach Walchsee, können die Kössener ihr Glas, Papier und anderes, das nicht dem Restmüll zuzuordnen ist, entsorgen. Von einem Flickwerk spricht der Obmann des Umweltausschusses, GR Erwin Schweinester. Seit Jahren appelliert er an den Gemeinderat, endlich einen neuen Recyclinghof errichten zu lassen. „Seit dem Jahr 2010 kämpfe ich jetzt um den dringend notwendigen Neubau“, sagt Schweinester. Der Gemeinderat hat sich zahlreiche solcher Höfe bereits angeschaut, vor allem jener in Ebbs hat ihn besonders beeindruckt.

Auf der vom Gemeinderat erstellten Prioritätenliste allerdings schien der Wertstoffhof bisher erst relativ weit hinten auf. Doch Schweinester ließ nicht locker und arbeitete unermüdlich an der Realisierung. In der jüngsten Gemeinderatssitzung  präsentierte der Lokalpolitiker eine neue Idee, wie der Bau des Hofes rascher und vor allem für die Gemeinde kostengünstiger umgesetzt werden könnte.

So könnte mit den Nachbargemeinden Walchsee und Schwendt ein Verband gegründet werden und der Reyclinghof nicht nur gemeinsam gebaut, sondern auch betrieben werden.

Denn weder Walchsee noch Schwendt hätten eine Müllentsorgung, die den heutigen Anforderungen entspricht, weiß Schweinester.

Offene Ohren

Daher hat er das Gespräch mit den beiden Bürgermeistern gesucht und sei auf offene Ohren gestoßen. „Vor allem aus Walchsee kamen positive Signale“, freut sich der Gemeinderat. Doch vorerst sei in beiden Orten der jeweilige Gemeinderat am Zug, wie Schweinester betont. Er ist aber in jedem Fall zuversichtlich, dass es zu einem positiven Ende kommt.

Einen gemeinsamen Kompostierverband gibt es ja bereits. Und bei der Kompostieranlage, die genau zwischen Kössen und Walchsee liegt, könnte der moderne Recyclinghof entstehen.

Schweinester rechnet mit gesamten Baukosten von rund 1,7 bis zu zwei Millionen Euro.  „Wir müssen hier endlich etwas machen, da wir ansonsten möglicherweise auch noch  Probleme mit der Behörde bekommen“, sagt der Gemeinderat. Seien doch beide Sammelstellen in Kössen eigentlich nur provisorisch.

„Vorerst müssen wir aber natürlich auch noch die Ergebnisse der Gemeinderäte aus Walchsee und Schwendt abwarten“, ist Schweinester aber zuversichtlich, dass die Baumaschinen im Sommer 2019 auffahren können.  Margret Klausner

 
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