09.02.2020
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Ein Pfadfinder für das Pionierland

„Innovation ist kein Zufall“ – dieses Motto schickte Andreas Holaus seinen Ausführungen im Rahmen des jüngsten St. Johanner Unternehmerfrühstücks voraus. Anhand konkreter Beispiele konnten sich die Anwesenden ein Bild davon machen, was Holaus in seiner Funktion als Innovationsmanager des Bezirkes eigentlich genau tut.

St. Johann  | Seit Anfang November ist Andreas Holaus im Rahmen des Innovationsnetzwerkes als „Kümmerer“ in den Unternehmen des Bezirkes unterwegs. „Es geht darum, Innovation und Digitalisierung greifbar zu machen.“ Obwohl die Begriffe an sich häufig wiederkehren und als Zukunftsaktien schlechthin in der Lebens- und Geschäftswelt gehandelt werden, bleiben sie dennoch eher abstrakt.  Daher zeigte Holaus auch anhand von konkreten Beispielen auf, welche Unterstützung er den Betrieben bieten kann.

Mehr erreichen– und das günstiger
Vernetzen und die Zusammenarbeit fördern ist eines der Hauptanliegen des Innovationsmanagers. „Vernetzung einerseits mit Universitäten und FH, aber auch mit den Firmen untereinander“, so Holaus. Wer wissen will, welche Fördermöglichkeiten es gibt, ist bei ihm ebenfalls an der richtigen Adresse. Er hat den Kompass, um diesen „Dschungel“ zu durchblicken – für den einzelnen Unternehmer ist das nämlich relativ schwierig, denn: „Es gibt über 70 Förderungen“. Eine davon ist der „Innovationsassistent“.  Diese Maßnahme unterstützt Personal- bzw. Qualifizierungskosten für Schlüsselfachkräfte in  Sachen Digitalisierung (vgl. Info-Kasten).   Gleichzeitig soll allgemein das Umfeld für Innovationen verbessert werden. So kann der Bezirk Kitzbühel nicht zuletzt ein besseres Biotop für Start-ups sein.
Wie man sich das in der Praxis vorstellen muss, konnte Andreas Holaus den zahlreich erschienenen St. Johanner Frühstücksgästen ebenfalls aufzeigen. So unterstützte der Innovationsmanager beispielsweise ein Unternehmen im Brixental beim Breitbandanschluss. Auch in Sachen Partnersuche war Holaus bereits im Einsatz: „z.B. wenn ein Projekt ansteht, um den Kontakt zu regionalen Partnern herzustellen“. Ein Betrieb, der eine neue Dienstleistung bzw. ein neues Produkt entwickeln will, wandte sich ebenfalls an Holaus, der die Kosten für dieses Vorhaben dank entsprechender Fördermöglichkeiten gleich deutlich verringern konnte. Auch bei der klassischen Firmenerweiterung  kann der Innovationsmanager Perspektiven aufzeigen.

Generell gesprochen ist „Innovation eine Sache von Hausverstand und Methodik“, sagt Holaus. Die passende Idee ist oftmals nicht so sehr das Problem bei Neuentwicklungen im Betrieb. Wichtig ist konsequentes Umsetzen und Einführen in den Markt. Wer strukturiert dabei vorgeht und z.B. den Vergleich zum Marktbewerb zieht („Benchmarking“) kann frühzeitig Fehlentwicklungen einschätzen und korrigieren. Wichtig für Betriebe ist es, immer am Ball zu bleiben und den digitalen Anschluss nicht zu verlieren.
Bei aller Schwärmerei für Innovation gab Andreas Holaus den Anwesenden aber abschließend mit auf den Weg: „Man muss gut überlegen: Wo macht es für mich Sinn? Am Ende des Tages müssen sich die Maßnahmen rechnen.“

Daten & Fakten - Innovationsassistent
Im Rahmen des Frühstücks präsentierte Andreas Holaus unter anderem die Förderung „Innovationsassistent“. Gegenstand sind Personal- und Qualifizierungskosten eines neu einzustellenden Innovationsassistenten. Tätigkeitsfelder können in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Dienstleistungsinnovationen, Innovationsorganisation, Kommunikations- und Informationstechnologien sowie Tourismusinnovationen und Tourismusmanagement angesiedelt sein. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die ihren Standort in Tirol haben. Bei Vorhaben im Tourismus sind auch Tourismusverbände antragsberechtigt. Weitere Infos hat u.a. Andreas Holaus (holaus@regio-tech.at). Elisabeth Galehr

Peter und Michael Schenk (l. und Mi.) waren Gastgeber des Unternehmerfrühstücks. Wirtschaftsforums-Obmann Patrick Unterberger (2.v.l.), Ortsmarketing-GF Marije Moors und Andreas Holaus freuten sich über reges Interesse. Foto: Galehr

 
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