28.02.2019
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Ein Lebensretter im Ernstfall

Ein Defibrillator kann im Ernstfall Leben retten. Deswegen ist es auch wichtig, möglichst viele Geräte im öffentlichen Raum zu verteilen. Im Kitzbüheler Netz ist vergangene Woche ein neues dazu gekommen.


Kitzbühel  | Im Rahmen einer österreichweiten Aktion der Uniqa-Versicherung wurde auch in der Gamsstadt ein neuer „Defi“ installiert. In Kooperation mit dem Roten Kreuz werden bis zum Jahresende insgesamt 48 Geräte für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. „Wir haben eine Bedarfserhebung gemacht: Wie weit ist der nächste öffentliche Defibrillator von unseren Versicherungs-Filialen entfernt?“, schildert der Marketingleiter der Uniqa Landesdirektion Tirol, Gottfried Grauss, den Grundgedanken.  Auch im Falle des Servicecenters in der Gamsstadt, das bekanntlich in der Jochbergerstraße 62 ist, war die Entfernung zum nächsten „Lebensretter“ relativ groß. Daher wurde die Lücke nun von Uniqa geschlossen. Vergangene Woche wurde das Gerät seiner Bestimmung übergeben. Der neue Defi ist außen bei der Uniqa angebracht, somit ist er 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche zugänglich. Um seine Funktionsfähigkeit laufend zu erhalten wird er vom Roten Kreuz regelmäßig gewartet. Außerdem werden die Versicherungsmitarbeiter im Umgang damit geschult. Denn: „Maschinen alleine retten kein Leben. Deshalb sind die Erst- und Auffrischungsschulungen vorgesehen“, so Grauss.   

Keine Angst vor der „Maschine“

Doch helfen kann und soll jeder. Deshalb ist der Defi ja auch öffentlich zugänglich. „Man kann nichts falsch machen“, versichern Martin Bucher und Florian Feix vom Roten Kreuz. Auch der neue Defibrillator ist registriert. Wenn der Ernstfall eines Herzanfalls eintritt, und ein Ersthelfer den Notruf auslöst, wird er von der Leitstelle zum nächsten Defibrillator gewiesen und weiter instruiert. Die Maschine selbst erklärt dann, was zu tun ist. „Wer sich mit der Herzdruckmassage vertraut gemacht hat, kann im Notfall tatsächlich anpacken und den Kampf gegen die Uhr aufnehmen“, heißt es von Seiten der Uniqa dazu. Damit das Gerät auch stets einsatzbereit ist, wird es telemetrisch überwacht und selbstverständlich regelmäßig upgedated. Natürlich hofft jeder, dass ein Einsatz nie nötig sein wird. Aber wenn es doch einmal sein muss, sprechen die Zahlen für sich. „Kommt bei einem Herzstillstand innerhalb der ersten drei Minuten Hilfe mit Defibrillator und Herzdruckmassage, überlebt der Patient zu 75 Prozent“, erläutert Grauss.

Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler war bei der feierlichen Inbetriebnahme des neuen Defibrillators in der Jochbergerstraße dabei. „Solche Initiativen, die Leben retten helfen, sind sehr positiv. Ich hoffe, dass noch weitere Betriebe diesem Beispiel folgen“, begrüßt Winkler die Aktion. Ein eng gestecktes Netz an Defibrillatoren im öffentlichen Raum sieht er als wünschenswert an. Gerade das Gewerbegebiet Jochbergerstraße, das viele Besucher anzieht und in dem viele Menschen Arbeit finden, hat dank der Uniqa-Aktion nun eine Anlaufstelle im Notfall aufzuweisen. Elisabeth Galehr

Bild: Florian Feix und Martin Bucher (l. und 2.v.l.) vom Roten Kreuz informierten im Rahmen der feierlichen Inbetriebnahme des Defibrillators über Handhabung und Handeln im Ernstfall. Uniqa-Regionalmanager Kurt Mayer, Gottfried Grauss (Marketingleiter Uniqa-Landesdirektion) und Bgm. Klaus Winkler freuten sich über den „Lückenschluss“. 

 
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