22.03.2018
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Eifersucht war das Mordmotiv

Aus Eifersucht ermordete am 16. März ein 51-jähriger Ellmauer mit Hammerschlägen und Messerstichen einen 63-jährigen Kirchberger. Anschließend beging der Täter durch einen Sprung vor einen herannahenden Zug in Oberndorf Selbstmord.

Kirchberg, Oberndorf | Begonnen hat am 16. März alles mit dem Anruf einer 50-jährigen Frau aus Ellmau, die die Polizei alarmierte, dass ihr Mann angedroht habe, sich umzubringen. Eine Polizei­streife machte sich mit Handypeilung sofort auf die Suche nach dem Mann. Noch während die Beamten nach dem Vermissten suchten, ging die Meldung ein, dass sich jemand in Oberndorf vor den Zug geworfen habe.

Kurz vor Mitternacht meldete sich die Frau aus Ellmau erneut bei der Polizei, denn sie mache sich angesichts der Umstände Sorgen um ihren Freund, den sie nicht erreichen konnte. Polizeibeamte fuhren anschließend zu der Wohnung und da niemand öffnete besorgten sie sich einen Schlüssel. In der Küche machten sie schließlich die grausige Entdeckung: Der leblose Körper des 63-Jährigen lag auf dem Boden.

Obduktion brachte Details ans Licht

Am Montag erfolgte die gerichtsmedizinische Untersuchung. Wie die Obduktion ergab, wurde der Kirchberger mit einem Hartgummihammer attackiert. „Die Schläge haben zu Kopfverletzungen geführt, die allein schon lebensbedrohlich waren“, sagt Walter Pupp vom Landeskriminalamt. In weiterer Folge stach der Angreifer mit einem Küchenmesser dem Opfer mehrmals in den Hals. Danach fuhr der Täter nach Oberndorf und verübte den Suizid.

Eifersucht war das Tatmotiv

Als Auslöser für die Taten wird eine außereheliche Beziehung genannt. „Das Ellmauer Ehepaar und der Kirchberger haben sich vor einigen Jahren kennengelernt“, schildert Pupp. Irgendwann hat sich dann ein Verhältnis zwischen der 50-jährigen Ellmauerin und dem 63-jährigen Kirchberger entwickelt. In der vergangenen Woche erfuhr dann der Ehemann von dem Verhältnis und am Freitag eskalierte die Situation.
Elisabeth M. Pöll, Patrick Klingler, Foto: Einsatzreport Tirol

 
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