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31.07.2019
News  
 

Egger verzeichnet ein Umsatzplus

Die Egger Gruppe meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,84 Milliarden Euro. Während sich der Umsatz positiv entwickelte, war das Ergebnis von der starken Investitionstätigkeit geprägt.

St. Johann  | Egger verzeichnet ein Umsatzplus von 5,6 Prozent. Das bereinigte EBITDA betrug 425 Millionen Euro und war mit minus 4,7 Prozent leicht rückläufig. Das erklärt sich daraus, dass das Unternehmen in neue Projekte bzw. in die konstante Weiterentwicklung seiner Werke eine Rekordsumme von 489,1 Millionen Euro investierte. „Die EBITDA-Marge von 15 Prozent liegt im jahrelangen Mittel“, berichtet Thomas Leissing (Leiter Finanzen, Verwaltung und Logistik). Der freie Cashflow konnte um fünf Prozent auf 276,2 Millionen Euro gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,8 Prozent.  
Egger steigerte außerdem seinen Produktionsausstoß an Rohplatten und Schnittholz auf 8,8 Millionen Kubikmeter (plus 3,5 Prozent). Auch die Mitarbeiterzahl wächst kontinuierlich an, sie liegt aktuell bei 9.481.

Polnisches Werk in
Betrieb, Baustart in USA
Die zusätzlichen Mitarbeiter arbeiten unter anderem im neuen Werk im polnischen Biskupiec, das Ende Juni dieses Jahres seinen Betrieb aufgenommen hat.  „Aktuell werden die Anlagen von unseren fast 400 polnischen Mitarbeitern hochgefahren“, so Walter Schiegl (Leitung Produktion und Technik).Auch das Vorhaben in Lexington, USA, wird kontinuierlich voran getrieben, im November war Baustart. Die Inbetriebnahme soll dann Ende des Jahres 2020 erfolgen. Weitere Investitionen wurden in St. Johann und Brilon sowie in Wismar (GER) getätigt.
Der neue Standort in Argentinien war hingegen geprägt von den wirtschaftlichen Entwicklungen. Der Währungsverfall des argentinischen Peso und die dortige Rezession führten dazu, dass die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück geblieben sind. Dennoch bekennt sich Egger vollkommen zu Argentinien.
Die weiteren Märkte waren für den Holzwerkstoffhersteller hingegen zufriedenstellend. Der wichtigste Markt für Egger ist Westeuropa – vor allem Deutschland. In Westeuropa erwirtschaftet das Unternehmen 58,9 Prozent seiner Umsatzerlöse, der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 1,672 Millionen Euro. Auch Zentral- und Osteuropa mit Russland entwickelte sich insgesamt gesehen zufriedenstellend – vor allem die verstärkte Nachfrage in Russland wirkte sich positiv aus.
Immer wichtiger werden die Märkte außerhalb Europas – sie trugen mit 11,6 Prozent bzw. 330 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei.

Positiver Ausblick für laufendes Geschäftsjahr

Im laufenden Geschäftsjahr will Egger „ernten, was wir vorbereitet haben“, so Thomas Leissing und Ulrich Bühler (Leitung Vertrieb und Marketing). „Obwohl in den letzten Monaten eine schwächere Konjunkturentwicklung in manchen unserer Märkte bemerkbar war, ist unser Ausblick auf das neue Geschäftsjahr positiv.“
Mit der neuen Egger Kollektion Dekorativ 2020-22 steht zum Jahreswechsel ein großer Meilenstein an. Damit will das Unternehmen „an den großen Erfolg der ersten Auflage dieser Kollektion anknüpfen“. Egger erwartet zudem eine positive Nachfrageentwicklung für OSB und Schnittholz.
Bislang spürt man die Auswirkungen des drohenden Brexits bei Egger noch nicht. Aber natürlich geht davon ein gewisser Unsicherheitsfaktor aus. Aber auch die wirtschaftliche Situation in der Türkei ist eine Herausforderung. Der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China ist ebenso ein Umstand, der die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen könnte.
Egger setzt in den kommenden Jahren einerseits auf den Abschluss der großen Investitionstätigkeiten. Große Chancen sieht das Unternehmen in der Digitalisierung. Hier ging man aktuell mit dem Digitalunternehmen Roomle eine Kooperation ein. Elisabeth Galehr

Die Egger-Gruppenleitung mit Thomas Leissing, Ulrich Bühler und Walter Schiegl, berichtete von einem erfolgreichen, wenn auch herausfordernden Geschäftsjahr. Ein Video finden Sie unter www.kitzanzeiger.at. Foto: Galehr

 
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