24.05.2017
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Drei Länder in einer Karte vereint

Der Ausstieg der Bergbahn Fieberbrunn aus dem Verbund „Schneewinkl“ hinterließ eine große Lücke. Nun nehmen die Verantwortlichen einen neuen Anlauf und wollen mit neuen Partnern sowie neuem Namen  durchstarten.

Lofer | Spannend machten es die Bergbahn-Chefs bei der Präsentation des neuen Kartenverbundes in Lofer. Selbst den anwesenden Touristikern wurde der neue Name nicht vorab verraten. Marketingverantwortlicher Toni Wurzrainer lüftete dann das Geheimnis der neuen Marke, die nun drei Tourismusregionen vereint: „3-Länder-Freizeitarena Tirol Salzburg Bayern“. Mit an Bord geholt wurden die Salzburger Gemeinden Lofer und Unken. Weitere Neuerung: Im Gegensatz zur Verbundskarte „Schneewinkl“ werden nun nicht nur Wintersportler angesprochen. „Die Karte soll als Ganzjahresprodukt für Einheimische und Gäste etabliert werden“, erklärt Wurzrainer.

Schwierige Situation in den letzten zwei Jahren

Der Austritt der Bergbahn Fieberbrunn vor gut zwei Jahren hinterließ eine große Lücke im Kartenverbund. „Damals haben uns viele geraten, die Zusammenarbeit aufzugeben, aber für uns Bergbahn-Chefs war klar, dass wir dieses einzigartige Angebot, das regionales Skifahren für jeden Anspruch erfüllt, nicht aufgeben wollen“, erzählt Manfred Bader GF der Bergbahn St. Johann und Vorsitzender des Kartenverbundes.

Sommergeschäft soll angekurbelt werden

Die Verantwortlichen streckten ihre Fühler in alle Richtungen aus, um das Angebot attraktiver zu gestalten. Mit der Almwelt Lofer und den Heutalliften in Unken will der Verbund jetzt neu durchstarten. „Unsere Stärke ist die Vielfalt und diese gilt es nun, auch im Sommer zu nützen“, erklärt Bader. In Lofer und Unken freut man sich über die länderübergreifende Zusammenarbeit. „Wir brechen zu neuen Ufern auf“, veranschaulicht Bergbahn GF Willi Leitinger. Auch die kleine Bergbahn in Unken erhofft sich neue Impulse. „Als Kleinst-Skigebiet können wir näher mit der Steinplatte zusammenrücken“, freut sich GF Peter Vizthum.

Alle Bergbahnen bleiben eigenständig

Die Alleinstellungsmerkmale und Eigenständigkeit der einzelnen Bergbahnen sollen allerdings beibehalten werden. Für das Tagesgeschäft sind die Bergbahnen nach wie vor alleine verantwortlich. Abgerechnet wird nach Verweilzeiten in den jeweiligen Gebieten. „Dennoch brauchen wir ein Marketingbudget, wo nun Gespräche mit den jeweiligen Tourismusverbänden geführt werden. Wir wollen keine internationale Marke werden, aber ein regionales Produkt, das seinesgleichen sucht“, so Marketingverantwortlicher Toni Wurzrainer.

Werden die Kartenpreise erhöht?

Preislich ändert sich für den einheimischen Bergsportler nicht viel. Die Jahreskarte kostet 345 Euro. Die Wintersaisonkarte schlägt im Vorverkauf mit 315 Euro zu Buche. Für Familien gibt es spezielle Tarife. „Wir haben trotz der Erweiterung die Preise lediglich um den Index angepasst. Außerdem gibt es für einheimische Kinder nach wie vor den Sportpass um 150 Euro, wo die kleinen Sportler zusätzlich noch diverse Einrichtungen in den Gemeinden nutzen können“, berichtet Verbundsvorsitzender Bader.

Bergbahnen starten in den Sommer

Die Bergbahnen im Verbund sind schon bereit für den Sommer. Die Bergbahn Pillersee hat am Wochenende die Sommersaison bereits eröffnet. Am 20. Mai öffnet die Almwelt Lofer, am 25. Mai St. Johann und am 3. Juni nimmt die Steinplatte wieder ihren Sommerbetrieb auf.
Johanna Monitzer

Bild: Aus dem „Schneewinkl“ wird die „3-Länder-Freizeitarena“ mit mehr Angebot für die Gäste. Die Geschäftsführer der Bergbahnen ziehen an einem Strang. Im Bild: Elke Eckstein, GF Manfred Bader, GF Harald Günther, GF Andreas Brandtner, GF Willi Leitinger und GF Peter Vizthum (v. li.).  Foto: Monitzer

 
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