10.05.2020
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Disziplinierte Dynamik

Stillstand gab es bei Kitzbühel Tourismus keinen. Ein Krisenmanagement beim Lockdown, die Entwicklung einer dynamischen Kommunikationsstrategie, eine Suchmaschinenoptimierung und die Schaffung eines Drei-Stufen-Planes für die Belebung des heimischen Marktes wurden ausgearbeitet.

Kitzbühel | Im Krisenmanagement wurden bei Kitzbühel Tourismus vom Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsführung und dem AR-Vorsitzenden die notwendigen Prioritäten gesetzt. Ganz oben steht der Mensch – die Gesundheit der Mitarbeiter, der Schutz deren Gesundheit sowie die Sicherung der Arbeitsplätze. „Wir haben wertvolle Mitarbeiter und es war ein hohes Bestreben, die Arbeitsplätze zu schützen. Daher haben wir auch versucht, das Kurzzeitarbeitsmodell umzusetzen“, sagt AR-Vorsitzender Josef Burger.
Im nächsten Schritt wurde die finanzielle Stabilität des Verbandes gesichert. „Die sorgfältige und verantwortungsvolle Arbeit der letzten Jahre kommt uns jetzt zu gute“, sagt Burger, der damit die Betriebsmittelrücklagen, die vom Land Tirol gefordert sind, anspricht. Kitzbühel Tourismus hat die Rücklagen seit 2012, als Burger als AR-Vorsitzender und Signe Reisch als Präsidentin die Führung im Verband übernahmen, verdoppelt. Etwas mehr als eine Million Euro betrugen die Rücklagen 2012, bei der Vollversammlung 2019 konnte Burger den Mitgliedern Rücklagen von mehr als zwei Millionen Euro präsentieren. Damit verfügt Kitzbühel Tourismus über mehr als das 2,7-fache der vom Land geforderten Mittel.

Einnahmen komplett weggebrochen
Mit dem Lockdown sind für Kitzbühel Tourismus die Einnahmen komplett weggebrochen. „Wenn unsere Partner und Mitglieder keine Einnahmen verbuchen, haben wir in weiterer Folge auch keine. Wir sind aber in einer Situation, in der wir noch Luft haben und Rücklagenkapazität haben“, sagt Burger. Daher kann sich Kitzbühel Tourismus am Markt offensiv und aktiv bewegen. Bei dieser Stabilität gehört aber auch die Optimierung der Budgetsituation dazu. Intern wurde im System gespart und nicht unbedingt notwendige Investitionen wurden aufgespart. Damit können die finanziellen Mittel gezielt am Markt eingesetzt werden.

Neue Wege für die neue Situation
Für die neue Situation wurde eine neue Kommunikationsstrategie ausgearbeitet, die auf  der Marktsituation und -struktur aufbaut. Es galt professionell und sorgfältig die Ist-Situation zu analysieren, um das Potential für die Aktivitäten gezielt zu definieren und zu setzen.
Kitzbühel Tourismus hat im Sommer ein Nächtigungsvolumen von 525.000 Nächtigungen, wobei auf die Gamsstadt 70 Prozent, auf Reith 15 Prozent, auf Jochberg 10 Prozent und auf Aurach 5 Prozent entfallen. Von den fünf Top-Märkten von Kitzbühel Tourismus ist derzeit nur der österreichische Markt zugänglich. Das Aufkommen liegt hier bei 85.000 Nächtigungen bzw. 15 Prozent des Gesamtaufkommens. Mehr als die Hälfte dieser Nächtigungen finden in 4- und 5-Sterne Kategorien statt.

Kitzbühel Tourismus wird den Markt österreichweit abdecken, wobei Schwerpunkte in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gesetzt werden. Ein wichtiger Faktor ist dabei die leichte Erreichbarkeit und hier ist die Politik für den Verkehrsfluss über das kleine deutsche Eck gefordert. Im Marketingplan waren 260.000 Euro für den österreichischen Markt vorgesehen, das wurde nun auf eine halbe Million Euro erhöht.
Der essentielle Markt für Kitzbühel Tourismus ist Deutschland, der knapp 50 Prozent der Nächtigungen erzielt. Die Reisefreiheit und Grenzöffnung ist hier vor Mitte Juni nicht in Sicht. Jedoch hat man sich auch in diese Richtung bestens vorbereitet und kann den Markt bei gegebener Zeit entsprechend bewerben. Für den deutschen Markt wurden im Budget 330.000 Euro vorgesehen, bei einer entsprechenden Entwicklung wird in den Gremien eine Aufstockung besprochen. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Kitzbüheler Anzeigers. Elisabeth M. Pöll

Foto: Die Vorfreude auf einen Urlaub in Kitzbühel wecken.

 
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