13.12.2020
News  
 

Digitale Weihnachtsbäckerei

Alle Fäden bei der Tourismusschule am Wilden Kaiser laufen bei Direktorin Anita Aufschnaiter zusammen. Ein Gespräch über E-Learning, die Chance der Schule und über die gute Einteilung des Lehrplans.

St. Johann | Wie gelingt es, die Ausbildung der Schüler, die ja auch in den fachpraktischen Fächern und Spezialisierungen (Wein, Käse, Jungbarkeeper, Barista usw...) stattfindet, im speziellen Coronajahr bestmöglich zu gewährleisten?
Schon vor Schulbeginn im September war klar, dass sich die Situation wieder zuspitzen wird. Deshalb haben wir sofort in Fachkonferenzen festgelegt, welche Lehr- und Lerninhalte im Präsenz-Unterricht durchgenommen werden müssen, um dann für die E-Learning Stunden vorbereitet zu sein. In diesen wird natürlich neben Theorie auch Praktisches durchgenommen, d.h. wenn die Schüler 6 Stunden Kochunterricht haben, wird nach einem theoretischen Input wirklich gekocht und die Resultate als Foto oder Video präsentiert. Auf dem Foto zu sehen: Weihnachtskekse mit computerunterstütztem Unterricht.

Wie lief bzw. läuft das E-Learning ab?
Grundsätzlich erfolgt der Unterricht nach Stundenplan,  um den Schülern auch im Distance-Unterricht Struktur zu geben. Sofort nach Schulbeginn wurden ausnahmslos alle Lehrer in MS Teams intensiv geschult, ausreichend Kameras angeschafft, für jene, welche die Stunden aus der Schule „senden“. Digital sind wir seit jeher am Puls der Zeit, es gibt 200 Computer und fünf EDV-Säle an unserer Schule.

Wie ist die Stimmung bei den jungen Menschen/ beim Lehrerteam?
Bis zu den neuen Ankündigungen der Bundesregierung am 2. Dezember, wie es weitergehen wird, waren die Rückmeldungen der Pädagogen ausgesprochen positiv. Nun ist klar, die Abschluss- und Maturaklassen sind ab dieser Woche bis Weihnachten im realen Unterricht, zusätzlich holen wir – unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben – jede Klasse bis Weihnachten einmal an die Schule.
Allerdings haben Schule und Unterricht nun einen neuen Stellenwert im Leben der Jugendlichen. Plötzlich ist allen klar, dass neben der Vermittlung von Bildung auch das soziale Leben, die Gemeinschaft, der Spaß oder das Feiern eine große Rolle spielen, dies geht den Schüler und ihren Lehrern massiv ab, und ich habe großes Verständnis dafür. Wir alle hoffen natürlich, dass nach den Weihnachtsferien wieder regulärer Unterricht stattfinden kann, darauf freuen wir uns schon sehr.

Der Tourismus als solcher ist stark unter Druck. Welche Bedeutung kommt gerade jetzt einer hochqualifizierten Ausbildung in diesem Bereich zu?
Die Ausbildung an unseren drei Schultypen ist sehr vielfältig, unsere Absolventen können nach ihrem Abschluss nahezu alle beruflichen Wege einschlagen. Mehr als 30 Prozent  streben aber eine Karriere im Tourismus an und da bin ich sehr zuversichtlich, dass diese Branche nach Corona schnell und erfolgreich wieder durchstartet – Reisen, Restaurants besuchen, Feste zu feiern, das sind Grundbedürfnisse der Menschen.
 
Wie funktioniert die Vermittlung von Praktikumsplätzen in dieser besonderen Zeit?
Zu unserer großen Überraschung konnten alle Schüler im Sommer 2020 ihr Pflichtpraktikum ablegen, Restaurants, Hotels, TVBs usw. hatten ja geöffnet. Dank unseres großen Netzwerkes und zahlreicher Partnerbetriebe sind unsere Praktikanten sehr begehrt, ich denke das wird auch im Sommer 2021 wieder gut klappen.

Tage der offenen Tür sind aktuell nicht möglich. Wie kann man die Schule trotzdem „präsentieren“?
Als Alternative zum Tag der Offenen Tür bieten wir heuer individuelle Schulführung in Kleingruppen. Diese Führungen sind nach telefonischer Terminvereinbarung jederzeit möglich. Das ist einerseits schade, da unser beliebter Tag der Offenen Tür einen sehr lebendigen Überblick über unser Bildungsangebot gibt, andererseits können Interessierte unser neues, sehr beeindruckendes offenes Schulhaus trotzdem besichtigen, außerdem gibt es zwei tolle Schulfilme auf unserer Website, die den Spirit und die Freude gut vermitteln. Elisabeth Galehr

Bild: Anita Aufschnaiter ist Direktorin der Schule. Foto: Tourismuschulen am Wilden Kaiser

 
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