23.09.2018
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Die ganze Erde ist eine „Scheib‘n“

Die Kitzbüheler Kleinkunst kehrte wieder ins bewährte „Prax“ zurück und präsentierte dabei ein Drei-Mann-Team, das für Begeisterungsstürme beim Publikum sorgte.

Kitzbühel  | Drei Kärntner, heißt es, sind ein Vierg‘sang, aber diese drei Pinzgauer sind gleich ein ganzes Orchester: Das Ensemble Vielfalt übertraf die Erwartungshaltung, die der Name bereits schürt, um einiges. Das Trio lieferte einen rasanten Abend ab, der musikalisch rund um die Welt führte – denn für diese Polyinstrumentalisten ist die Erde ganz eindeutig „eine Musik-Scheib‘n“.

Christoph Blatzer, Andreas Mayr und Manfred Rofner stellten ihr Programm unter den Titel „Love“. Liebe hielt auf verschiedene Weise Einzug in die Melodienwelt des Abends. Musikalisch wurde Oberkrainerstil zu Tango, Schottisch zu Pinzgauerisch gemixt. Ein Schuss Eigenkreation verwandelte den Konzertabend in einen unwiderstehlichen Mix, der vor allem auch durch seine handwerkliche Qualität überzeugen konnte. Denn neben der beeindruckenden Fülle des Repertoires bot „Vielfalt“ auch noch etwas, was bei locker-lässigen Konzerten gerne in den Hintergrund tritt: gute, solide Könnerschaft. Ganz abgesehen davon, dass jeder der drei Herren mehrere Instrumente beherrscht, war das Panharmonium des Programms dermaßen groß, dass es teilweise notwendig wurde, zwei Instrumente gleichzeitig zu spielen. Und war gar keins zu Hand, ging es mit Klatschen und Singen weiter. Kein Leerlauf hätte sie stoppen können, keine Volksmusik, die zumindest nicht in Anklängen ihren Niederschlag fand. „Liebe“ durchzog diesen Streifzug in vielen Facetten, vor allem die Liebe zur Musik.

Die „Vielfältigen“ sind jeder für sich bei weiteren Projekten im Einsatz. Christoph Blatzer zieht nicht nur im übertragenen Sinne alle Register: Das Ziel der Perfektion und dem Betreten von Neuland auf einer Diatonischen Harmonika brachte ihm bereits viele Preise und den Titel eines „Harmonikaweltmeisters“ ein. Zusätzlich ist er als Lehrer an der LMS Kitzbühel aktiv.

Andreas Mayr  ist leidenschaftlicher „Jazzer“ und lotet auch sonst in wechselnden Besetzungen gerne die Möglichkeiten der Musik aus.  Manfred Rofner ist nicht nur als Mitglied der „3 Verschärften“ weitum als verwegener Musiker bekannt. In Kombination  kann daher überhaupt nichts schiefgehen, im Gegenteil. Die Kitzbüheler bedankten sich bei den Pinzgauer Nachbarn begeistert für das schöne Ständchen. Elisabeth Galehr

 
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