17.04.2020
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Die Sportwelt steht weiter still

Die Entscheidung über die Öffnung der Sportstätten wird nicht vor dem 15. Mai fallen. Bis dahin können sich die Sportler mit Joggen und Radfahren ihre Kondition erhalten. Das Land Tirol unterstützt die Vereine und Ausrichter von Sportveranstaltungen mit insgesamt 1,3 Millionen Euro.

Innsbruck, Bezirk | Am 8. April trat Tirols Sportreferent Josef Geisler vor die Presse und hatte für die Sportler, abgesehen von der finanziellen Unterstützung, wenig Gutes zu vermelden. Die Sportstätten bleiben auch für die nächsten Wochen geschlossen, bis Mitte Mai sollte seitens des Bundes diesbezüglich eine Entscheidung über die Öffnung getroffen werden – Grundlage für eine positive Entwicklung ist aber, dass die Infektionszahlen mit dem Coronavirus COVID-19 nicht explodieren. Sportveranstaltungen wird es bis Ende Juni keine geben, denn diese sind mit dem bundesweiten Veranstaltungsverbot ebenso untersagt.

Fußball-Unterhaus steht vor dem Aus
Für Tirols Sportreferenten Josef Geisler sind die Fußballmeisterschaften so gut wie „gegessen“. „Die Verbände diskutieren zwar noch, aber Spiele sind nicht machbar. Einzig als Geisterspiele könnte man die Meisterschaft noch austragen. Aber diese Entscheidung überlasse ich den Verbänden. Seitens des Landes gab es dazu eine klare Empfehlung“, sagte Josef Geisler. Der Tiroler Fußballverband teilt dazu auf seiner Homepage mit: „Wenn die Maßnahmen aber über Ostern hinaus fortgeführt werden, dann ist eine reguläre Beendigung der Meisterschaft 19/20 bis Sommer nahezu auszuschließen.“ Der Tiroler Verband steht in engem Kontakt mit der Regierung, Sport Austria und dem ÖFB. TFV-Präsident Josef Geisler teilt auch mit, dass es dem TFV gelungen ist, die Vereine, die Dienstnehmer beschäftigen, ins Kurzarbeitsprogramm aufzunehmen und dass von Sport Austria derzeit daran gearbeitet wird, auch den Landesverbandsvereinen eine Entschädigung zukommen zu lassen. Gemeisam mit dem ÖFB wird eine österreichweit einheitliche Lösung für die Meisterschaften angestrebt. Dazu müssen auch die rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden –u.a. inwieweit ein Abweisen von den Regularien in der derzeitigen Situation überhaupt möglich ist.

Vereinen durch die Krise helfen
Was den Vereinssport anlangt, sieht Tirols Sportreferent Josef Geisler die Durststrecke noch andauern. Vereinstrainings und Sportveranstaltungen werden wohl noch längere Zeit nicht stattfinden können. Um den Sportvereinen durch diese schwierige Zeit zu helfen, lässt das Land Tirol alle Sportförderungen ganz normal weiterlaufen. „Uns geht es darum, die Strukturen im organisierten Sport, bei den Vereinen und Verbänden, zu erhalten. Sobald es geht, wollen wir auch hier den Betrieb Schritt für Schritt wiederaufnehmen. Wir schütten jetzt 1,3 Millionen Euro für den Mannschafts- und Teamsport sowie für die Dach- und Fachverbände aus“, kündigt LHStv Geisler an. Denn auch wenn der Trainingsbetrieb ruht und keine Wettkämpfe abgehalten werden können, die Kosten für Mieten, Administration oder Trainer laufen weiter. Welche Unterstützungsmöglichkeiten für Tiroler Vereine der vom Bund angekündigten Hilfsfonds für den Sport und die Vereine in Tirol bietet, will man sich im Land genau ansehen.

Trainingsmöglichkeiten im Spitzensport
Was den Bereich des Spitzen- und Profisportes anlangt, bemüht sich das Land Tirol in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen darum, den Speerspitzen des Tiroler Sports ebenfalls Schritt für Schritt einen zumindest reduzierten Trainingsbetrieb zu ermöglichen. Das Olympiazentrum Tirol Innsbruck stellt akkreditierten AthletInnen die erforderlichen Trainingsgeräte für das Heimtraining zur Verfügung. Anleitung und Koordination der Trainingsprogramme erfolgen online. Eine stark eingeschränkte Nutzung der 600 Quadratmeter großen Kraftkammer im Landessportcenter in Innsbruck für Spitzensportler – selbstverständlich unter Einhaltung aller Vorschriften - ist derzeit in Prüfung.

Außerdem biete die sportpsychologische Koordinationsstelle des Landes Tirol Unterstützung bei der Stärkung und Entwicklung mentaler Fähigkeiten sowie in Krisen.
Und für alle, die eine sportliche Unterbrechung im Home­office brauchen oder auch zuhause aktiv sein wollen, hat das Land Tirol in Zusammenarbeit mit dem Olympiazentrum sechs Einheiten für Homeworkouts zusammengestellt. Diese sind über die Facebook-Seite und den Youtube-Kanal des Landes Tirol abrufbar. Elisabeth M. Pöll

Wann und ob auf den heimischen Fußballplätzen wieder um Punkte und Tore gekämpft wird, ist noch offen. Foto: Stefan Adelsberger

 
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