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12.06.2019
News  
 

Die Mobilität steht im Mittelpunkt

Fieberbrunn | Halbzeit beim Vorstand des Tourismusverbandes Pillerseetal, daher wurde vergangene Woche Bilanz gezogen. Zahlreiche Projekte sind am Start.

Seit zweieinhalb Jahren ist der derzeitige Vorstand des Tourismusverbandes  im Amt. Jetzt zogen TVB-Obfrau Bettina Geisl und Vorstand Hans Eder gemeinsam mit Geschäftsführer Armin Kuen eine für sie positive Zwischenbilanz. „Kontinuität kombiniert mit neuen Ideen lautet unser Credo. Wir haben das bestehende Strategiekonzept der Region konsequent weiterverfolgt“, betont Kuen und erklärte, dass dies natürlich ein kontinuierlicher Prozess ist.

Ortstaxe wurde erhöht
Erst vor einigen Monaten wurde mit der Erhöhung der Ortstaxe auf 2,80 Euro für Aufregung in den Mitgliedsgemeinden Waidring, St. Ulrich, Hochfilzen und Fieberbrunn gesorgt. Diese Erhöhung spült jährlich um rund 750.000 Euro mehr Geld in die Kassen des Verbandes. „Ohne diese zusätzlichen Mittel wären wichtige Infrastrukturprojekte ebenso wenig finanzierbar gewesen, wie die dringend überfällige Aufstockung des Marketingbudgets“, stehen Kuen und Geisl unisono hinter der umstrittenen Erhöhung.

Biathlon-Pfad und Glockendorf
In zwei Wochen wird in Hochfilzen der neue Biathlon-Pfad eröffnet. Dabei handelt es sich um einen familientauglichen Rundwanderweg, der übrigens auch zum Radeln geeignet ist.An jeder der sechzehn Stationen gilt es - mittels QR-Code - ein Rätsel zu lösen. Das Gemeinschaftsprojekt wurde von Gemeinde, TVB und dem EU-Leader-Programm finanziert und umgesetzt.
Ein weiteres Projekt ist das „Glockendorf Waidring“, das im Spätsommer eröffnet werden soll. Das „Biatron“  beherbergt die Glockenausstellung und ist Ausgangspunkt für den Glockenerlebnisweg. An den verschiedenen Stationen werden die Geschichte des Glockengießens sowie die Besonderheiten der Waidringer Glockengießereien erzählt.

Stabile Nächtigungen und längere Aufenthalte
Auch eine kurze Bilanz über den abgelaufenen Winter wurde gezogen. Demnach sind die Nächtigungszahlen stabil. „Die Nächtigungen liegen stetig bei über einer Million“, betont Kuen. Die Zahlen der abgelaufenen Saison reichen annähernd an jene des Rekordwinters 2017/2018 heran. Bei der Aufenthaltsdauer hat sich das Pillerseetal nun bei etwa 5 Tagen stabilisiert. „Viel wichtiger als die reinen Nächtigungszahlen sind jedoch die Qualitäts- und Wertschöpfungsentwicklungen in der Region“, ist  Kuen überzeugt.
Lag der Bruttoumsatz pro Bett und Jahr 2017 noch bei 4600 Euro, so waren es 2018 bereits 6100 Euro. Die Zahl der Vollbelegstage stieg von 116 auf 129. Als wichtige Triebfeder für die Entwicklung sieht Kuen auch den Skigebietszusammenschluss.

Onlineplattformen erreichen die Gäste
Ein Meilenstein ist zudem die Integration aller Unterkunftsbetriebe in die Onlineplattform des Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn. Etwa 1,2 Millionen Zugriffe verzeichnete die Saalbach.com in der Wintersaison. Weitere 550.000 Zugriffe wurden über eine eigene Kampagnen-Landingpage akquiriert. Zudem investiert der Werbepool aus Skicircus und den jeweiligen TVBs mehr als 3,1 Millionen Euro pro Jahr in die Werbemaßnahmen. 30 Cent pro Nächtigung fließen in den gemeinsamen Werbepool. „Auch das wäre ohne die Kurtaxen-Erhöhung niemals möglich gewesen“, sind Geisl und Kuen überzeugt.

Elektronische Gästekarte
Ein besonderes Lieblingsprojekt der Touristiker ist die elektronische Gästekarte. Die  Einführung der Gästekarte als Fahrkarte für Zug und Bus hat auch im Pillerseetal voll eingeschlagen. Seit Mai 2017 können die Gäste der Kitzbüheler Alpen, wie berichtet, die Nahverkehrszüge der ÖBB mit der Gästekarte kostenlos nutzen. Seit vergangenem Jahr sind auch die Busse bis Lofer, Ellmau und Kitzbühel in diesem Angebot enthalten. Die Betriebe haben zudem die Möglichkeit sich als „bahnfreundliche Unterkunft“ zertifizieren zu lassen. „Über 50 Unterkünfte sind mittlerweile mit dem Gütesiegel ausgezeichnet“, freuen sich die Touristiker über den Erfolg. Insgesamt investierte der TVB in den vergangenen zwei Jahren etwa 150.000 Euro jährlich in den öffentlichen Verkehr und damit praktisch doppelt so viel wie in den Jahren zuvor.

Shuttledienst auch in den Sommernächten
Heuer gehen die Pillerseetaler noch einen Schritt weiter. Für die beliebten Sommerveranstaltungen u.a. in Fieberbrunn (Bummelnacht), Waidring (Spiele- und Erlebnisnacht) und St. Ulrich (Seeleuchten) werden heuer erstmals Shuttlebusse im Einsatz sein und so dafür sorgen, dass die Gäste aber auch Einheimische nicht mehr auf ihre Autos angewiesen sind und wollen so ein weiteres Zeichen setzen. Margret Klausner

Präsentierten ihre Pläne: Daniel Rudolf (Salewa), TVB-Obfrau Bettina Geisl, TVB-Vorstand Hans Eder und Geschäftsführer Armin Kuen (v.l.) sind mit dem bisherigen Verlauf der Periode zufrieden. Foto: Klausner

 
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