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20.09.2019
News  
 

Die Jugend trifft sich im JUZ

In St. Johann hat die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert. Seit 2015 das Jugendzentrum eröffnet hat, wurde das Angebot stetig ausgebaut.

St. Johann | Rund 175 Tage hat das Jugendzentrum (JUZ) beim Koasastadion im Jahr geöffnet. Ein Stammpublikum von 150 Jugendlichen trifft sich regelmäßig im JUZ. Betreut werden sie von einem vierköpfigen Team. „Wir wollen hauptsächlich Jugendliche im Alter zwischen 12 und 25 Jahren ansprechen“, veranschaulicht JUZ-Leiterin Gudrun Krepper.
Vor allem Jugendliche aus St. Johann, Oberndorf oder Kirchdorf besuchen das JUZ. „Wir haben auch öfters Gäste aus Fieberbrunn, Ellmau oder Kitzbühel – wir sind hier offen, jeder ist willkommen“, so Krepper.

Offene Jugendarbeit mit Einbindung der Jugend
In St. Johann wird offene Jugendarbeit betrieben. Das Team bietet neben einem Treffpunkt, auch zahlreiche Veranstaltungen und Workshops an – die zusammen mit den Jugendlichen entwickelt werden. „Dafür haben wir einen eigenen JUZ-Rat gegründet, wo sich die Jugendlichen  einbringen“, erklärt Krepper.
Um ein erstes Kennenlernen des JUZ auch jüngeren zu ermöglichen, gibt es regelmäßige Kindernachmittage für Acht- bis Zwölfjährige. „Das hat auch den Vorteil, dass wir die Eltern kennenlernen. Wenn sie alt genug für das richtige JUZ sind, dann kommen sie ja meistens alleine“, veranschaulicht Krepper.

Drogen: Die Situation hat sich geändert
Im Jugendzentrum wird auch Alkohol ausgeschenkt. „Bei uns gibt es Bier und Wein, was aber noch nie zu Problemen geführt hat“, erklärt Krepper. Generell sei das Gesundheitsbewusstsein unter den Jugendlichen in den letzten Jahren stark gestiegen. „Man kann sagen, der Alkoholkonsum und auch Drogen in Pillenform sind extrem rückläufig. Die Jugendlichen wollen fit und gesund sein“, berichtet Krepper. Im JUZ herrscht natürlich strengstes Drogenverbot.
Kontakt mit Cannabis haben nach wie vor viele Jugendliche, ein weitaus größeres Problem sieht Krepper im Vormarsch von Aufputschmitteln: „Wir beobachten, dass Jugendliche dem Leistungsdruck nicht mehr standhalten können und zu Kokain oder anderen aufputschenden Drogen greifen. Das sind Jugendliche, die hart arbeiten, z.B. im Baugewerbe, und sonst das Pensum nicht mehr schaffen würden.“  Auch hier bietet das JUZ Beratung bzw. Hilfestellung an.

Lob vom gesamten Gemeinderat
Für die Arbeit von Gudrun Krepper und ihr Team gab es bei der Präsentation des Tätigkeitsberichts 2018 großes Lob vom gesamten Gemeinderat. „Es ist gelungen, das JUZ aus der dunklen Ecke zu holen und zu einem Treffpunkt für Jugendliche aus allen Schichten zu machen. Gratulation!“, betonte etwa GR Peter Wallner (Liste SOLI/SPÖ).
Einen großen Wunsch haben die Jugendlichen aber an die Gemeinde: Ein schnelleres W-LAN. Bürgermeister Hubert Almberger (VP) versprach sich persönlich darum zu kümmern. „Die Jugendarbeit, die in St. Johann geleistet wird, ist enorm wichtig. Vielen Dank!“, so der Bürgermeister.

Wie viel kostet das JUZ?
Die Marktgemeinde lässt sich die Jugendarbeit pro Jahr rund 77.000 Euro kosten. Das Land Tirol steuert rund 28.000 Euro pro Jahr bei. J. Monitzer

Viel Lob gab es von den St. Johanner Gemeinderäten für die Arbeit des JUZ-Teams (v.li.):  Nadja Franze, Leiterin Gudrun Krepper, Michael Achorner-Gawrilowicz und Patrick Ritter. Foto: JUZ

 
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