30.03.2020
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Die Fallzahlen steigen deutlich

Die Fallzahlen für mit dem Coronavirus COVID-19 infizierten Personen steigt in Tirol und im Bezirk deutlich an. Tirolweit stieg die Zahl von 627 (Stand 20. März) auf 1.131 (Stand 23. März) an. Im Bezirk Kitzbühel wurden am 20. März noch 37 Fälle gezählt, vier Tage später am 23. März, waren es bereits 98.

Bezirk | Die Zahlen sind nicht mehr aktuell, jedoch verdeutlichen sie wie stark die Fallzahlen in Tirol und im Bezirk Kitzbühel ansteigen. Im Zeitraum von 20. März bis 23. März (abends) hat sich die Fallzahl in Tirol fast verdoppelt. 504 neue Infizierte brachten in diesem Zeitraum einen Anstieg von 627 auf 1.131.
Noch drastischer steigt die Kurve im Bezirk Kitzbühel an. Waren es am 20. März noch 37 gezählte Fälle, so stiegen diese innerhalb von nur vier Tagen auf 98 an. Allein in der Bezirkshauptstadt stieg die Fallzahl von 16 (20. März) auf 25 (23. März) an. Und die Fallzahlen steigen in ganz Österreich minütlich an. „Die Entwicklung in Kitzbühel zeigt, dass täglich drei bis vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet werden. Kamen die Fälle ursprünglich aus dem gastronomischen Umfeld, so sind jetzt die Infizierten allen verschiedenen Kreisen zuzuordnen. Ich hatte auch schon ein Gespräch mit Bezirkshauptmann Michael Berger dazu, aber es lassen sich in Kitzbühel keine Herde für die Infektionen ausmachen“, kommentiert Bürgermeister Klaus Winkler die Kitzbüheler Fallzahlen.

Keine neuen Infektionen beim Aufsichtsrat
Der komplette Aufsichtsrat der Bergbahn AG Kitzbühel befand sich in häuslicher Isolation, nachdem bekannt wurde, dass ein Mitglied des Aufsichtsrates sich mit dem Virus angesteckt hatte. „Wolfgang Viertler (Anm. Bürgermeister von Mittersill) und ich wurden getestet, den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrates wurde häusliche Isolation auferlegt. Ich habe mit den Kollegen telefoniert, denen geht es gut und keiner zeigt Symptome“, erzählt Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler.

Weitere Zahlen aus dem Bezirk Kitzbühel
Steigend sind auch die Fallzahlen in den Gemeinden. Mit Stand 23. März, 20 Uhr, waren in St. Johann 17 Fälle, in Westendorf 16, in Kirchberg 10, in Kössen 7, in Going, Kirchdorf und Reith jeweils 4 Fälle registriert. Drei positive Testungen gab es in Brixen, Fieberbrunn und Hopfgarten. Zwei Fälle wurden in Aurach, Jochberg und St. Jakob gemeldet. Seit Dienstag gibt es auch einen Fall in Itter. Es gibt auch positive Nachrichten: In Kitzbühel und Hopfgarten ist je eine Person gesundet.
„Es ist wichtig weder in freier Natur Radtouren oder sonstige Sportarten auszuüben, noch unter Menschen zu gehen. Wir müssen jetzt richtig zusammenhalten und uns unserer Verantwortung bewusst werden. Sportarten in freier Natur führen immer wieder zu Unfällen, die derzeit unser Gesundheitssystem überlasten könnten. Schauen wir gemeinsam darauf, dass wir für die Krise immer genug freie Betten in den Krankenhäusern anbieten können für alle, die Behandlungen jetzt dringend notwendig haben“, appelliert Westendorfs Bürgermeisterin Annemarie Plieseis an die Bevölkerung.

Unterschiedliche Fallzahlen
Hinsichtlich der unterschiedlichen Zahlen haben sich das Gesundheitsministerium und das Land Tirol darauf geeinigt, einheitlich alle in Tirol positiv getesteten Corona-Fälle zu kommunizieren. Vor dem Hintergrund wurde nochmals ein aktueller EDV-Abgleich vorgenommen, sodass die Daten für alle transparent und nachvollziehbar vorliegen. Dass es auch in Zukunft noch zu leichten Abweichungen kommen kann, ist damit zu erklären, dass die Labore die Ergebnisse zum einen in ein elektronisches Meldesystem einmelden und gleichzeitig die Daten auch der Landeswarnzentrale zur Verfügung stellen.

Platter warnt vor unsichtbarer Gefahr
„Wir haben es mit einer unsichtbaren Gefahr zu tun, die es zu bekämpfen gilt. Die Lage wird vom Krisenstab und den Expertinnen und Experten ständig beobachtet und bewertet. Tirol setzt alles daran, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das kann nur gelingen, wenn wir alle unsere sozialen Kontakte reduzieren. Ich danke der Tiroler Bevölkerung, die sich weitgehend an die vorgegebenen Maßnahmen hält. Diese Maßnahmen sind notwendig und alternativlos, um diese schwierigste Situation der Nachkriegszeit zu meistern“, erklärt Landeshauptmann Günther Platter. Elisabeth M. Pöll

Stand 23. März , 19 Uhr, sind in Tirol 1.131 Menschen mit dem Coronavirus COVID-19 infiziert. In Einzelfällen ist die gesicherte Bezirkszuordnung noch nicht erfolgt, daher weicht die Gesamtzahl in der Grafik von der aktuellen Fallzahl in Tirol ab.

 
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