09.04.2018
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Die Erschwinglichkeit des Wohnens

Wie viel von meinem Netto Einkommen geht fürs Wohnen auf? Die Plattform „Immobilienscout24“ hat mit dem Erschwinglichkeitsindex EIMX das Verhältnis der regionalen Kaufkraft pro Haushalt und der Wohnkosten in allen österreichischen Bezirken analysiert.

Kitzbühel  | Das Ergebnis: 35 Prozent des Nettoeinkommens müssen die Österreicher derzeit für ihre Wohnkosten veranschlagen. Das sind vier Prozentpunkte mehr als noch 2014, dem Zeitpunkt der ersten Erhebung. Während man 2014 noch 31 von 100 Euro fürs Wohnen ausgeben musste, sind es aktuell 35 von 100 Euro. Das Haushaltsnettoeinkommen ist in Österreich seit 2014 leicht gesunken (-2,2 Prozent), es liegt derzeit bei rund 41.400 Euro/Jahr. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer gebrauchten Wohnung liegt bei rund 3.590 Euro/m2, einer neuen bei rund 4.660 Euro pro Quadratmeter.

„Ob Wohnen günstig oder teuer ist, ist nicht nur eine Frage der Immobilienpreise, sondern auch des Anteils am Einkommen, den man fürs Wohnen ausgeben muss. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass die Reallöhne in Österreich seit Längerem kaum gestiegen sind und damit dem Anstieg der Wohnkosten nicht standhalten“, so Christian Nowak, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich.

Kitzbühel führt das Feld an

Weit über dem EIMX-Bundesschnitt liegt das Bundesland Tirol. Dort ist es vor allem die Tourismusgegend um Kitzbühel (Erschwinglichkeitsindex 73 Prozent), die das Wohnen für die Tiroler gemessen an ihren Haushaltseinkommen zur kostspieligen Angelegenheit werden lässt. Der Wohnkostenanteil der Tiroler liegt bei 42 Prozent und damit weit über dem Bundesschnitt. Eine Neubau-Eigentumswohnung etwa kostet nach Immobilienscout24-Berechnung derzeit in Kitzbühel aktuell rund 7.050 Euro pro Quadratmeter, im Wiener Nobelbezirk Döbling vergleichsweise etwas weniger, nämlich knapp 6.590 Euro pro Quadratmeter. Dort ist allerdings das Haushaltnettoeinkommen um rund 16 Prozent höher als in Kitzbühel. Auch in der Skiregion Zell am See muss man für sein Dach über dem Kopf einen erheblichen Anteil des Einkommens reservieren, nämlich 41 Prozent.

Der Bezirk Kitzbühel führt im Immobilienscout24-Ranking das Feld der teuersten Bezirke in Österreich an.

ImmobilienScout24 analysiert mit dem Erschwinglichkeitsindex das regionale Verhältnis von Kaufkraft pro Haushalt und Wohnkosten. Untersucht werden dabei regionale Haushaltseinkommensdaten aus dem Jahr 2017, aggregiert auf Bezirksebene im Verhältnis zu Angebotsdaten aus dem aktuellen Immobilienpreisindex „ImmoDEX“ von Immobilienscout24, ebenfalls auf Bezirksebene. Bei der Berechnung der Wohnkosten wurde das Verhältnis der tatsächlich pro Bezirk angebotenen Immobilienarten und Überlassungsformen (Kauf, Miete) berücksichtigt.

Bild: Der Prozentsatz des Einkommens, der für‘s Wohnen aufgewendet wird, ist in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Grafik: Immobilienscout 24

 
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