26.01.2018
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Die Arbeitsschwerpunkte definiert

Neben dem Um- und Ausbau der Volksschule muss das Raumordnungskonzept endlich fortgeschrieben werden und ein Dorferneuerungsprozess soll gestartet werden. Dauerthema ist nach wie vor der Verkehr.

Reith | Die Listen mit Arbeitsschwerpunkten sind nicht gerade kurz, die sich die Ausschüsse selbst auferlegt haben.  Bürgermeister Stefan Jöchl (VP) präsentierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Eckpunkte, woran im kommenden Jahr gearbeitet werden soll.

Wohin mit den Schülern?

Ein Riesen-Projekt für die 1.700 Einwohner zählende Gemeinde ist der Bau des Bildungszentrums mit Kinderbetreuungseinrichtungen. Dafür soll das bestehende Volksschulgebäude aufgestockt werden. „Die Bauverhandlung ist für 25. Jänner anberaumt. Derzeit gehen wir von einem Baustart im Juli aus“, informiert der Bürgermeister.

Bis dahin gilt es aber noch einiges zu organisieren, so müssen Unterrichtsalternativen für die Kleinen geschaffen werden. Die Gemeindeführung zieht dabei Containerklassen oder ein etwaiges Ausweichquartier an der Neuen Mittelschule in Kitzbühel in Erwägung. „Die Gespräche laufen noch, wir werden schauen, was Sinn macht“, so Jöchl.

Die Gesamtbaukosten für das Projekt wurden mit etwa vier Millionen Euro beziffert, Ausschreibungen stehen aber auch noch aus. Die Bauzeit wird mit circa einem Jahr veranschlagt.

Wohnraumverdichtung soll ermöglicht werden

In Ausarbeitung befindet sich die Fortschreibung des örtlichen Raumordnungskonzeptes. Das Konzept soll im Rahmen der Gemeindeversammlung im März dann vorgestellt werden. Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen sind wie allerorts auch in Reith ein großes Thema. Die Gemeindeführung will Anreize für eine Verdichtung von Wohnraum schaffen. Einfamilienhausbesitzern soll ein Ausbau erleichtert werden. „So können wir manchen Verkauf vielleicht verhindern“, veranschaulicht der Bürgermeister.

Nach wie vor in der Warteschleife hängt das Wohnbauprojekt der Neuen Heimat Tirol. „Hier steht der Bauwasserhaltungsbescheid noch aus“, informiert Jöchl. Die Gemeindeführung hat derzeit keine Siedlergrundstücke mehr zu vergeben. Auch bei den Gewerbeflächen sind keine in Aussicht.

Das Dorf  soll attraktiver werden

Um das Dorf attraktiver zu gestalten, soll in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol ein Dorferneuerungsprozess gestartet werden. „Mithilfe von externen Beratern und mit Einbezug der Bevölkerung könnten so Verbesserungen erarbeitet werden“, erklärt der Bürgermeister.

Dauerthema in Reith: Verkehr

Um Verbesserungen bei der innerörtlichen Verkehrssituation zu verwirklichen, arbeitet die Gemeindeführung schon länger mit Verkehrsplanern zusammen. Beim M-Preis soll ein Gehsteig errichtet und der dortige Zebrastreifen soll versetzt werden. Überlegungen gibt es auch, wie man die Parksituation im Ort verbessern könnte. Die Gemeindeführung hat hierfür ein Grundstück neben der Volksschule angekauft.

Aktionsplan für die L202

Außerdem hat die Gemeindeführung einen Aktionsplan für L202 erarbeitet. Der dortige Neubau der Kohlhoferbrücke sorgt seit langem für Diskussionen. Wie bereits mehrfach berichtet, plant das Land Tirol die einspurige Brücke neu zu errichten. Gegen die Dimension der geplanten Brücke spricht sich vor allem der Grüne Gemeinderat Florian Pointner aus. Ein Grundeigentümer soll für den Neubau enteignet werden. „Wir haben alle Optionen geprüft, übrig geblieben ist die zweispurige Brücke, wie sie jetzt geplant ist“, erklärt Bürgermeister Jöchl. Johanna Monitzer

 
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