Dicke-Luft-im-Gemeinderat
01.04.2018
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Dicke Luft im Gemeinderat

Mit den Vorgehensweisen der Bürgermeisterin zeigten sich einige Westendorfer Gemeinderäte nicht konform. Kritik gab es vor allem an ihren Alleingängen, aber auch fehlendes Engagement wurde bemängelt.

Westendorf | Ordentlich einstecken musste Westendorfs Bürgermeisterin Annemarie Plieseis in der Gemeinderatssitzung am 22. März. Stein des Anstoßes war ein Bericht der Bürgermeisterin in der Dorfzeitung, aus welchem einige Gemeinderäte Kritik an ihrer Arbeitsweise herauslasen. „Der Gemeinderat wird als Bremser dargestellt. Es gibt doch die Bürgermeisterin die Geschwindigkeit vor“, sagte Walter Leitner-Hölzl (AAB). Außerdem bemängelte Leitner-Hölzl, dass die versprochenen monatlichen Gemeinderatssitzung nicht regelmäßig abgehalten werden. „Die letzte Sitzung hatten wir im Dezember und jetzt haben wir schon wieder März“, so Leitner-Hölzl.

Der Konter von Bürgermeisterin Plieseis kam sofort. Die fehlenden Sitzungen begründete sie mit der Vorbereitung des Raum­ordungskonzeptes, das man zwar bereits 2013 begonnen, aber bis dato noch nicht fertig gestellt hat. „Wir hatten besprochen, dass das Raumordungskonzept jetzt Vorrang hat“, sagt Plieseis und spielte den „schwarzen Peter“ wieder den Gemeinderäten zu. „Ich habe mir auch Gemeinderatssitzungen in anderen Orten angesehen. Da arbeiten die Ausschüsse ganze Konzepte aus“, sagte Plieseis.

Nicht einverstanden war Vizebürgermeister Peter Pirchl  (Aufwind) mit einem Zeitungsartikel von Plieseis in einer Tageszeitung. „Da wird von der Einführung einer Preis-Obergrenze für Grundverkäufe gesprochen. Nur kennt kein Gemeinderat dieses Vorhaben“, sagte Pirchl, der bei der Bürgermeisterin zu viele Alleingänge und fehlende Informationen an den Gemeinderat ortert. Dabei bekam der Vizebürgermeister auch Unterstützung seitens der Wirtschaftsvertreter und des AAB. Rene Schwai­ger (AAB) sieht die Hauptarbeit bei der Bürgermeisterin und dem Amtsleiter. Daraufhin stellte Michael Vorderwinkler (Liste Plieseis) die Sinnhaftigkeit der Ausschüsse generell in Frage, wenn deren Arbeit nicht wichtig sein sollte. „Einerseits kommt von euch die Kritik die Bürgermeisterin leistet zu wenig, und auf der anderen Seite kritisiert ihr ihre Alleingänge. Das ist doch ein Widerspruch an sich“, brachte es Vorderwinkler auf den Punkt. Plieseis richtete einen Appell für mehr Zusammenarbeit an die Gemeinderäte.
Elisabeth M. Pöll

 
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