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13.12.2019
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Der steinerne Schatz von Hochfilzen

„Hochfilzen war bislang ein kleines Werk – jetzt sind wir ein großes Werk“ – mit dieser Aussage fasst Dr. Herbert Cordt, Vorstand bei der RHI Magnesita, die Investitionen in das neue „Dolomite Resource Center Europe“ zusammen.

Über 40 Millionen Euro fließen in den Standort Hochfilzen und sichern damit 90 Arbeitsplätze langfristig ab. „Das ist die größte Investition, die das Unternehmen in den letzten 15 Jahren in Österreich getätigt hat“, unterstreicht Cordt.

Freilich wurden schon bislang Rohstoffe in Hochfilzen abgebaut – der Schwerpunkt lag allerdings nicht auf Dolomit.  Das 20-köpfige Entwicklungsteam des Feuerfest-Unternehmens erkor die Pillerseegemeinde als perfekten Standort für das neue „Dolomite Resource Center“. Der örtliche Dolomit zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Qualität aus. Der Großteil der Investition fließt in die Errichtung eines hochmodernen Drehrohrofens auf dem Werksgelände. Der abgebaute und zerkleinerte Hochfilzener Dolomit wird vor Ort zu Sinterdolomit verarbeitet. Ab 2021 sollen 100.000 Tonnen davon produziert und anschließend mit der Bahn zur Weiterverarbeitung nach Frankreich transportiert werden.

Lkw-Verkehr wird stark reduziert

Die Optimierung dieses Prozesses und auch der Ablaufplan sind Ergebnis einer ganzen Innovationskette im Unternehmen RHI – von der perfekten Verarbeitung bis hin zur perfekten Logistik. Denn nachhaltige Transportwege sind der zweite Teil des Investitionsprogrammes.

Um weitere 1,3 Millionen Euro soll von Lkw auf Schiene umgerüstet werden. Die Hochfilzener Produkte werden in den Schwesterwerken in Flaumont und Valenciennes weiter verarbeitet. Wesentliche Unterstützung in der Umsetzung dieses Plans erhielt das Unternehmen vom französischen Botschafter in Österreich, François Saint-Paul. Er war beim feierlichen Spatenstich in Hochfilzen ebenfalls dabei und unterstrich die Bedeutung des Projektes für den europäischen Gedanken: „Wir sehen hier ein Projekt, das einem gemeinsamen Europa eine Realität gibt.“ Gleichzeitig freute er sich über die Symbiose zwischen wirtschaftlicher Standortsicherung und dem Umweltschutzgedanken. Diesem wird noch in weiterer Hinsicht Rechnung getragen: Auch innerhalb des Geländes im Pillerseetal – vom Abbauort am Schipfl ins Werk – wird der Schwerverkehr reduziert. Der Transport des Materials erfolgt unterirdisch durch einen rund 1.000 Meter langen Förderstollen. RHI Magnesita verringert durch diese Maßnahmen das Lkw-Aufkommen ab 2020 von 12.000 auf 9.500 Fahrten. In der endgültigen Ausbaustufe ab 2023 soll die Anzahl der Lkw pro Jahr nur mehr 5.000 betragen.

Gerade dieser Aspekt des Großprojektes gefällt natürlich Landeshauptmann Günther Platter besonders gut: Neben einer weiteren Standortaufwertung für Tirol begrüßte er das Bemühen um den Transport auf der Schiene. „Ich werde das Beispiel überall erzählen – so kann man‘s machen.“ Auch sonst war zum Spatenstich „großer Bahnhof“ in Hochfilzen: Neben den Standortbürgermeistern, dem Landeshauptmann und dem französischen Botschafter schauten u.a. auch die Musikkapelle, der Nikolaus und der Krampus vorbei. Elisabeth Galehr

Herbert Cordt (Vorstand RHI Magnesita, r.) und Simone Oremovic (Executive Vice President, RHI Magnesita) schwangen die Schaufeln mit dem franözischen Botschafter François Saint-Paul (2.v.r.) und LH Günther Platter. Foto: Galehr

 
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