29.06.2017
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Der ewige Traum von Olympia

Zeitgleich mit den Natio­nalratswahlen stimmen die Tirolerinnen und Tiroler über die Bewerbung für die olympischen Winterspiele 2026 ab. Vergangene Woche wurde die Machbarkeitsstudie, die die Rahmenbedingungen präsentiert, vorgestellt. Hochfilzen wäre als Heimstätte für die Biathlon-Bewerbe vorgesehen.

Innsbruck, Hochfilzen | Zwei Mal war Innsbruck bereits Austragungsort von olympischen Winterspielen. Nach Spielen im Jahr 1964 und 1976 strebte man immer wieder Bewerbungen an, scheiterte dabei aber an der österreichweiten Ausscheidung oder die Bürger sprachen sich in einer Volksabstimmung gegen die Spiele aus. So geschehen am 9. März 1997. Damals sprachen sich die Tiroler für die Spiele aus, im Bezirk stimmten 88 Prozent für die Durchführung, die Mehrheit der Innsbrucker war aber gegen die Austragung und damit war die Tiroler Bewerbung vom Tisch. Eine Tatsache, mit der man sich in Kitzbühel aber nicht abfinden wollte und so wurde im April 1997 das Komitee zur Bewerbung Kitzbühels für die olympischen Winterspiele gegründet. Kitzbühel scheiterte in der nationalen Ausscheidung. Es folgte ein gemeinsames Konzept für 2010 mit Salzburg, das sich zuvor ebenfalls für 2006 bewarb, doch hatte man bei der Auswahl des IOC das Nachsehen.

Olympia „light“ ohne Neubauten

Die Machbarkeitsstudie für eine Olympiabewerbung 2026 sieht ein von Reduktion und Verzicht geprägtes Konzept vor. Keine Neubauten, keine neuen Straßen sowie die Bestandsnutzung für Feiern würden die Bewerbung wirtschaftlich und nachhaltig machen. 77 Prozent der benötigten Bauten könnten aus dem Bestand abgedeckt werden. Alles Übrige sollte nur vorübergehend entstehen, wie zum Beispiel Anlagen im Kühtai für Snowboard- und Freestyle-Bewerbe. Auch für die paralympischen Wettkämpfe würden bestehende Anlagen ausreichen. Die Eröffnungs- und Schlusszeremonie könnte im Tivoli Stadion Tirol stattfinden, mit der Bespielung der Olympiaworld sei eine ausreichende Kapazität von 40.000 Zuschauern möglich, so die Studienautoren bei der Präsentation im Landhaus. Die Bia­thlon-Bewerbe würden in Hochfilzen ausgetragen werden und für die Eisschnelllaufbewerbe wolle man in das benachbarte Inzell (Bayern) auswandern.

Die geschätzten Kosten für die Organisation und Durchführung der Spiele liegen bei 1,175 Mrd. Euro. Diese können mit den ebenfalls konservativ geschätzten Einnahmen in der gleichen Höhe – ohne öffentliche Zuschüsse – gedeckt werden. Entsprechende Sicherheitsreserven sind bei den Ausgaben miteinberechnet.

Die Bevölkerung entscheidet

Am 15. Oktober sind die Tirolerinenn und Tiroler aufgerufen, über eine mögliche Olympiabewerbung abzustimmen. Dies findet zeitgleich mit der Nationalratswahl statt.

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