22.09.2020
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Der Verkehr wird kurz angehalten

Das Einfahren auf der Loferer Bundesstraße (B178) in St. Johann soll mit weiteren Ampeln erleichtert werden.

St. Johann | Nicht die Corona-Ampel, sondern vier Verkehrsampeln sollen ab November in St. Johann kurzfristig rot leuchten. Die Abteilung Verkehr und Straße vom Amt der Tiroler Landesregierung  und das Baubezirksamt Kufstein starteten in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde St. Johann ein Pilotprojekt, um den Verkehrsfluss auf der B178 zu verbessern.

Vier Ampeln bis zur Kreuzung B176
Vier Ampeln werden installiert, welche den Verkehr kurz anhalten und so das Einfahren auf die B178 erleichtern sollen. „Die Ampeln werden in dem Bereich zwischen der Unterflurtrasse und der Kreuzung Kössener Straße (B176) sein“, informiert Jürgen Wegscheider vom Baubezirksamt Kufstein.

„Die Straße wird sozusagen leergeräumt“
Die Ampeln werden den Verkehr auf der B178  wirklich nur kurz anhalten. „Die Straße wird sozusagen kurz leergeräumt, damit man Einfahren kann“, veranschaulicht Bürgermeister Hubert Almberger (VP).

Pilotprojekt läuft ca. ein halbes Jahr
Die Ampeln sollen vorerst für circa ein halbes Jahr bleiben.  Anhand der gewonnenen Beobachtungen, Messungen sowie den Erfahrungen aus der Bevölkerung, werden Erkenntnisse  ausgewertet und evaluiert, um weitere Schritte festzulegen.

Kein Ampelsystem wie auf der Südeinfahrt
Ein umfangreiches Ampelsystem, wie auf der St. Johanner Südeinfahrt, kann im Norden auf der B178 nicht realisiert werden. „Die Fahrspuren wären zu schmal. Wir könnten keine entsprechenden Abbiegespuren schaffen“, erklärt Wegscheider.
Zudem haben Simulationen ergeben, dass es aufgrund des wesentlich höheren Verkehrs-
aufkommens nicht zu einer Verbesserung der Situation  kommen würde. Aufgrund der Überlastung der B 178 Loferer Straße wäre verstärkt mit Staubildungen zu rechnen. Neben dem zu erwartenden Zeitverlust für sämtliche Verkehrsteilnehmer stellt ein Rückstau in die Unterflurtrasse zudem ein Sicherheitsrisiko dar.
Wie sich die vier Pilotprojekt-Ampeln bewähren, wird sich ab November zeigen. Johanna Monitzer

Bild: Pilotprojekt: Vier Ampeln (gekennzeichnet mit rotem Punkt) werden nach der Unterflurtrasse im Norden von St. Johann installiert. Visualisierung: Land Tirol

Außerdem - Baustart für Parkplatz
Am Montag starteten  die Bauarbeiten für den neuen Parkplatz an der B 164. Dieser wird gegenüber der Wintersteller-Kaserne auf dem Feld zwischen Dechant-Wieshoferstraße und Stopfenauer Mühlbach errichtet.
Es entstehen 111 neue Parkplätze. Gleichzeitig wird die Situation der Geh- und Radwege verbessert, und auch die Kreuzung Oberhofenweg erfährt eine Verbreiterung.
Mit der Inbetriebnahme des neuen Parkplatzes, die voraussichtlich im Spätherbst erfolgen wird, soll ein Lenkungseffekt erzielt werden, so die Marktgemeinde St. Johann. Dauerparker, die derzeit den ganzen Tag am Nothegger-Parkplatz stehen, sollen künftig vermehrt diesen neuen Tagesparkplatz am Nordostrand nutzen, um das Ortszentrum und den Nothegger-Parkplatz zu entlasten. Dadurch stehen im innersten Ort wieder mehr Parkflächen für jene zur Verfügung, die ihre Angelegenheiten im Dorf erledigen müssen, aber nach absehbarer Zeit wieder nach Hause fahren.

Investitionskosten
Die Marktgemeinde St. Johann investiert in den  Bau des neuen Parkplatzes rund 270.000 Euro. Hinzu kommt der Pachtzins von 2.900 Euro pro Monat an den Grundstückseigentümer. Der Pachtvertrag wurde für 15 Jahre beschlossen. Die Tarifgestaltung wird sich am „Nothegger-Parkplatz“ orientieren. jomo

 
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