23.11.2016
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Der Traum vom alpinen Abenteuer

Der Kaisersaal in St. Johann stand vor Kurzem ganz im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des Verbandes der Österreichischen Berg- und Skiführer sowie des 50. Geburtstages der Sektion Kitzbühel.

St. Johann | Sie wissen, welche Geschichten die Berge – und nicht nur jene in Tirol – schreiben, sind Vorbilder in alpiner Landschaft und machen so manche alpine Träume war – die österreichischen Berg- und Skiführer. Dass St. Johann und vor allem die Sektion Kitzbühel als Gastgeber des großen Festes fungierten, hat einen guten Grund – so sind nicht nur alle Bergführer seit 50 Jahren im  österreichischen Verband organisiert, auch die Sektion Kitzbühel wurde vor einem halben Jahrhundert, also gleichzeitig, gegründet. Unter anderem auch auf Initiative des St. Johanners Hias Noichl sowie des Kufsteiners Hans Seissl hin, damals Pächter des Stripsenjochhauses, gelang es ,einen österreichischen Berufsverband zu zimmern, dessen Gründungsversammlung am 25. Oktober 1965 in Innsbruck in Szene ging. Bereits knapp einen Monat später wurde dann im Rahmen einer Versammlung beim Eggerwirt in Kitzbühel die Sektion Kitzbühel unter der Leitung von Kuno Rainer gegründet.

220 Mitglieder in Kitzbühel

Derzeit zählt alleine die Sektion Kitzbühel rund 220 Mitglieder, davon sind in etwa 150 Wanderführer. Rund 60 weitere Mitglieder sind Berg- und Skiführer, inzwischen sind auch Schluchtenführer sowie Sportkletterlehrer integriert, wie der Obmann der Sektion, Thoms Rabl, erklärte. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, moderiert von Hubert Gogl, kamen dann auch Bergführer der alten, aber auch der jungen Garde zu Wort.

Für alle Teilnehmer war klar, „dass im Unterschied zu früher die Aufgaben der Bergführer vielfältiger geworden sind.“ Die Nachfrage nach Individualführungen sei in den letzten Jahren angestiegen. Auch das Niveau der Ausbildung sei in den vergangenen Jahrzehnten immer besser geworden. Heute dauert die Ausbildung zum Bergführer drei Jahre, früher nur zwei Jahre. Und auch in der Betreuung der Gäste habe sich einiges geändert – saßen die Führer früher in der Küche der Hütte gemeinsam zusammen, will heute der Gast bis zur Hüttenruhe betreut werden.

Traum vom alpinen Abenteuer

Im Rahmen der Festversammlung kamen aber auch lobende Worte vom Direktor der TirolWerbung, Josef Margreiter, der betonte „dass die Bergführer ein Teil der Erfolgsgeschichte unseres Landes sind.“ Margreiter bekundete auch den Willen der Touristiker zur verstärkten Zusammenarbeit mit dem Verband. Auch vom Vertreter des Landes Tirol, Christoph Höbenreich, gab es Lob: „Bergführer arbeiten mit einem sehr kostbaren Gut, nämlich den Träumen von Menschen. Und solange Menschen von alpinen Abenteuern träumen, ist mir um diesen Beruf nicht bange.„

Genau von diesem Träumen und vor allem der Erfüllung erzählten dann auch sechs Spitzenalpinisten in ihren Vorträgen an den beiden Festtagen. Unter anderem schilderten Peter Haberler, Alexander Huber und Hubert Gogl ihre Erlebnisse und ihre eindrucksvollsten Momente am Berg. Peter Habeler fand jedoch auch mahnende Worte: „Nicht jeder kann am Berg jederzeit an seine Grenzen und darüber hinausgehen. ‚Everything is possible‘ (Alles ist möglich) ist hier das falsche Motto!“ Margret Klausner

Bild: Freuen sich über den Erfolg: Christoph Höbenreich, Hubert Gogl, Peter Habeler, Albert Leichtfried, Thomas Rabl, Robert Span, Josef Margreiter, Horst Fankhauser und Peter Brandstätter (v.l.). Foto: Klausner

 
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