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19.10.2020
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Der Tourismus geht uns alle an

Im Rahmen seines „Strategieplans 2024“ lud der Tourismusverband Wilder Kaiser Mitte September erneut zu einem Bürgerforum. Ist durch Corona alles anders oder soll der Verband an seinen Zielen festhalten? Mehr als zwei Dutzend Freiwillige aus allen Orten beteiligten sich und brachten ihre Sichtweise ein.

Going, Ellmau  | Schon längst ist ein Tourismusverband kein „Fremdenverkehrsverein“ mehr. Die Aufgabengebiete haben sich mit der Zeit gewandelt, gerade in so touristisch geprägten Gebieten wie in Tirol. Das Thema Tourismus und sein Einfluss auf den Standort wird ganzheitlicher gedacht. Das ist auch die Basis der „Strategie 2024“ beim TVB Wilder Kaiser. Die Rückmeldung und die Anliegen der Bevölkerung sind dabei ein wesentlicher Teil, daher liegt TVB-GF Lukas Krösslhuber das Konzept des Bürgerforums auch sehr am Herzen, wie er gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger ausführt: „Für uns Entscheidungsträger ist es  wichtig, sich die Zeit zu nehmen, und die Hintergründe zu verstehen. Es kostet viel Energie, Umänderungsprozesse durchzuziehen. Da ist es gut zu merken, dass die Bevölkerung dahinter steht.“ Wie berichtet zielt die Strategie am Fuße des Wilden Kaisers darauf ab, Massentourismus zu vermeiden und voll auf Qualität zu setzen.

Im aktuellen Bürgerforum wollte der Verband unter anderem erfahren, ob dieses Ziel auch für die Menschen vor Ort noch Priorität hat: „Der Grundtenor daraus war, dass die Teilnehmer diesen Weg sogar noch konsequenter gehen wollen. Somit hat sich unsere Strategie bestätigt“, freut sich Krösslhuber über den Zuspruch.

Wunsch nach regionaler Vermarktung
Die Bürger entwickelten auch eigene Projektideen, unter anderem: „war ein Wunsch, eine regionale ‚Marke‘ Wilder Kaiser einzuführen, wo Produkte aus der Region präsentiert werden.  Auch ein Regionalitätsshop soll angedacht werden“, fasst der Verbands-GF zusammen.  Frische Impulse gab es zudem auch, was die Mitarbeiterfrage betrifft.

Aufholbedarf sehen die Teilnehmer des Forums noch beim Thema Verkehr. „Das wissen wir auch. Im Juli und August hatten wir an neuralgischen Punkten manchmal Probleme.“ Verkehr bzw. Entschleunigung in den Ortskernen mit gleichzeitiger Belebung des Angebots – das ist das Anliegen, das der Verband diesbezüglich verfolgt. Hand in Hand mit den jeweiligen Gemeinden wird an entsprechenden Konzepten gearbeitet, die Zeichen dafür stehen bereits gut, wie Krösslhuber resümiert.

Überraschende Erkenntnisse
Im Laufe des Workshop-Tages gab es durchaus auch Dinge, die den Profi überraschen können. „Wir hatten zuerst eine Fragerunde, wo wir erfahren wollten, wie es den Teilnehmern im Lockdown erging. Neben allen drastischen Einschränkungen gab es auch die Rückmeldung, dass so eine zwangsverordnete Pause einmal gut getan hat. Diese Erkenntnis sollten wir mitnehmen: die bessere Work-Life-Balance zu suchen“, so Krösslhuber.

Das ganztägige Forum konnte dabei schon klar aufzeigen, wohin die Menschen der Region ihren TVB gerne begleiten wollen. Neben dem offenen Dialog setzten sich die Teilnehmer auch in einem geführten Prozess mit konkreten Fragestellungen auseinander. Die Moderation des Forums übernahm Kristina Sommerauer, Kommunikationscoach aus Salzburg, zusammen mit Alexander Hader, einen versierten Begleiter von Beteiligungsprozessen aus Oberösterreich. „Wenn das Zusammenspiel aller Akteure gut ist, kann man in einer Region sehr viel bewegen. Dahingehend werden wir noch mehr entwickeln“, unterstreicht Lukas Krösslhuber. So ist im Strategieplan eine eigene Abteilung „Angebotsentwicklung und Lebensraum“ enthalten. Diese wird demnächst personell aufgestockt. Im Winter geht es erst mal ans „Coronamanagement, im Sommer wollen wir mit Nachhaltigkeitsthemen durchstarten“, so der GF abschließend. Elisabeth Galehr

Bild: Die beiden Coaches Kristina Sommerauer (3.v.r.) und Alexander Hader (3.v.l.) begleiteten den Dialogprozess im Rahmen des Bürgerforums vom Tourismusverband Wilder Kaiser. Foto: TVB Wilder Kaiser

 
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