29.01.2017
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Der Stern verblasst in Kitzbühel

Der Vertrag zwischen der Stadt Kitzbühel und dem Automobilhersteller Mercedes-Benz läuft mit Juni 2017 aus. Eine Verlängerung wird nicht erfolgen, jedoch kommt es zum politischen Schlagabtausch zwischen Bürgermeister Klaus Winkler und Gemeinderat Alexander Gamper.

Kitzbühel | Zehn Jahre waren Kitzbühel und Mercedes-Benz Partner, im Juni dieses Jahres läuft der Vertrag nun aus. Der Ausstieg des Automobilherstellers wird nun aber zum politischen Hickhack. Zuerst wurde die Kooperation, die hauptsächlichen vom Tourismusverband getragen wurde, von FP-Gemeinderat Alexander Gamper kritisiert, vor allem die Nutzung der öffentlichen Flächen für Werbeauftritte.

Mit Bekanntwerden, dass der Vertrag nicht mehr verlängert wird, rühmte sich Gamper, durch seine Forderung nach der Offenlegung der Verträge, dies bewerkstelligt zu haben. „In  der Causa Mercedes versuche ich seit April 2015 in die dementsprechenden Verträge Einsicht zu erhalten“, teilt Gamper in einer Presseaussendung mit. Erst seit 2016 gehört Gamper auch dem Kitzbüheler Gemeinderat an und bekam auch Einblick in die entsprechenden Passagen des Vertrages. Doch das ist dem FP-Gemeinderat zu wenig und er droht dem Kitzbüheler Bürgermeister mit einer Aufsichtsbeschwerde. Dem sieht Winkler gelassen entgegen und spricht auch Klartext: „Gamper ist nunmehr ein Jahr im Gemeinderat, seine politische Bilanz ist wahrlich kein Ruhmesblatt. Das System Gamper besteht nur aus flotten Sprüchen und Aufsichtsbeschwerden, sobald es aber um Lösungen geht, zieht er den Kopf ein.“

Der Vertragsinhalt ist wenig spektakulär. Vorwiegend geht es um die Nutzung von öffentlichen Flächen für den Werbeauftritt. „Wir hatten mit Mercedes-Benz eine lange, sehr gute Partnerschaft, die über die Werbeauftritte hinausging“, erzählt Winkler.

Derartige Kooperationen, wie jene zwischen Kitzbühel und Mercedes-Benz sind mittlerweile nichts besonderes mehr, Sölden hat eine Zusammenarbeit mit Audi, Seelfeld mit BMW. „Wenn man sieht, wie massiv der Werbeauftritt von BMW in Seelfeld ist, fällt erst auf, wie sehr sich Mercedes-Benz in Kitzbühel zurückgehalten hat“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler. Elisabeth M. Pöll

 
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