16.04.2017
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Der Höhenflug hält weiter an

Teuer, teurer, am teuersten – ein Ende des Höhenflugs der Immobilienpreise ist vorerst nicht in Sicht.

Bezirk | Wer bereits Eigenheim besitzt oder eine Erbschaft in Aussicht hat, kann sich glücklich schätzen, denn noch nie stiegen die Preise für Immobilien in unserer Region so rasant an, wie in den letzten Jahren. Die Immobilienbranche boomt, wie die Auswertung des amtlichen Grundbuches sowie des Informationsbereitstellers „Immounited“ vom österreichweit tätigen Maklerbüros Remax zeigen.

Noch nie haben in Österreich so viele Immobilien wie im Jahr 2016 den Besitzer gewechselt. Laut Grundbuch wurden 121.436 Liegenschaften im Wert von 26,90 Milliarden Euro verkauft. „Seit dem Rückgang 2013 hält der Höhenflug im Immobilienbereich ungebrochen an“, veranschaulicht Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Österreich.

Warum gut Betuchte Kitzbühel lieben

Rekordwerte gibt es auch in Tirol und vor allem im Bezirk Kitzbühel. Die sechs teuersten Objekte, die jemals in Tirol verbüchert wurden, befinden sich allesamt im Bezirk. In neue Sphären ist 2015 das Kitzbüheler Luxus-Immobilienbüro First vorgedrungen. Es hat eine Villa auf der Sonnenseite der Gamsstadt um 23,9 Mio. Euro vermittelt. Und die Marktlage bleibt stabil: „Wir haben in diesem absoluten Top-Segment bereits mehrere Objekte verkaufen können. Die Nachfrage nach Liegenschaften in bester Lage in Kitzbühel und Umgebung ist unverändert hoch“, berichtet Sophie-Frédérique Rings von First Immobilien.

Warum zieht es so viele gut Betuchte und Superreiche hierher? „Kitzbühel gleicht einem kleinen Mikrokosmos. Hier findet man von Spitzengastronomie, über Natur, bis hin zu den edlen Shops und hervorragenden Sportmöglichkeiten eben alles, was das Herz begehrt. Durch die attraktive Marktsituation ist es offensichtlich ein gutes und sicheres Investment. Außerdem können auch Superreiche in Kitzbühel sein, wie sie sind – es wird kein Unterschied gemacht, sie werden in Ruhe gelassen“, erzählt die Maklerin.

In ganz Tirol steigen die Preise für Wohnen

Dass die Preise weiter steigen werden, prognostiziert auch das Maklerbüro Remax. Nicht nur im Bezirk Kitzbühel, sondern in ganz Tirol wird Wohnen teurer. „Wir prognostizieren, dass die Preise der Einfamilienhäuser um 4 Prozent und die Preise für Eigentumswohnungen in zentraler Lage um über 6 Prozent steigen werden“, erklärt Reikersdorfer. Renditen, die auch Anleger anlocken. „Wir können nur jedem raten, sich Wohnungseigentum zu schaffen – auch in Hinblick als Pensionsvorsorge“, so der Remax Österreich Geschäftsführer.

Preisunterschiede in Österreich sind riesig

Leichter gesagt, als getan – bei den Preisen im Bezirk. Laut Erhebungen der Plattform „Immounited“ schlägt ein Einfamilienhaus im österreichischen Durchschnitt mit 208.229 Euro zu Buche. Im Bezirk Kitzbühel kostet es aber mehr als das 5-fache, nämlich 1.070.504 Euro (tirolweiter Durchschnittspreis 409.027 Euro). Wie soll sich ein Normalverdiener das leisten können? „Hier gilt sicher die Stadt Kitzbühel als Preistreiber. In den Umlandgemeinden gibt es aber noch leistbaren Wohnraum auf dem freien Markt“, erklärt Christian Pfurtscheller, Geschäftsführer des Remax Standortes in St. Johann.

Wo ist Wohnraum noch erschwinglich?

Je weiter man sich von der Stadt Kitzbühel entfernt, umso erschwinglicher wird es – das bestätigt auch Immobiliensachverständiger Christian Neumayr. „In Gemeinden, wie z.B. Kirchdorf, Hochfilzen, Kössen, Waidring oder Hopfgarten gibt es noch einigermaßen erschwinglichen Wohnraum. Auch in St. Johann gibt es einen Markt an Altbestand zu moderaten Preisen“, berichtet Neumayr.

Des einen Freud, des anderen Leid. Eine Trendwende bei den Immobilienpreisen sieht auch Neumayr nicht: „Das Angebot ist begrenzt und die Nachfrage steigt, das treibt die Preise in die Höhe.“ Johanna Monitzer

 
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