31.03.2018
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Der Architektenwettbewerb für das neue Sozialzentrum in Hopfgarten ist abgeschlossen

2019 wird voraussichtlich mit dem Bau des neuen Sozialzentrums in Hopfgarten begonnen. Nach zehnjähriger Planungs- und Evaluierungsphase wurde vergangene Woche mit der Präsentation der Siegerprojekte des Architektenwettbewerbes ein wichtiger Eckpfeiler des Gemeinschaftsprojektes der Gemeinden Hopfgarten und Itter erreicht.

Hopfgarten | Das bestehende Altenwohnheim in der Brixen­talgemeinde ist nicht wirklich alt. 1985 wurde es in Betrieb genommen, jedoch entspricht es nicht mehr den Anforderungen. Der Ruf nach einer neuen Einrichtung wurde laut. „Ich habe mich damit in den letzten zehn Jahren intensiv auseinandergesetzt“, erzählt Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer bei der Präsentation der Siegerprojekte. Gedanken hat man sich im Planungsverband aber nicht nur über bauliche Maßnahmen, sondern auch über die Verbesserung der Betreuung und Pflege im Allgemeinen gemacht. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, alle Bedürfnisse zufrieden zu stellen“, sagt Sieberer. Neben dem Case and Care Manager im Planungsverband wurde in Kitzbühel für alle Gemeinden des Bezirkes die Kurz- und Übergangspflege geschaffen. In Kirchberg gibt es zudem eine eigene Demenzstation mit spezieller Betreuung. Bei der Tagesbetreuung arbeitet Hopfgarten mit Westendorf zusammen. „Wir haben in den letzten Jahren viel Arbeit mit Sinn gemacht“, sagt Sieberer.

27 Teilnehmer beim Architektenwettbewerb

Die Gemeinden Hopfgarten und Itter einigten sich auf eine gemeinsame Vorgangsweise. Im Oktober des Vorjahres wurde  der EU-weit offene Wettbewerb ausgeschrieben. „Mit diesem Projekt möchten die beiden Gemeinden sicherstellen, dass den pflegebedürftigen Menschen ein Leben wie ‚daheim‘ in familienähnlichen Strukturen ermöglicht wird“ erklärte Paul Sieberer.

Insgesamt wurden 27 äußerst anspruchsvolle Projekte eingereicht. Ende Februar bewertete die Jury die eingereichten Projekte. Neben dem Siegerprojekt wurde auch das zweit- und drittgereihte Projekt angekauft. Zum Sieger wurde das Projekt von Patrick Colin, Alan Reynolds und Anton Mariacher gekürt.

Gelungene Einbindung in das Umfeld

Beim Siegerprojekt ist der Baukörper in drei Einheiten gegliedert. Die Wohngemeinschaften sind im Obergeschoss untergebracht. Das Gebäude, das im Ortsteil Elsbethen entstehen wird, überzeugt auch mit dem Haupteingang, der in einer Raumfolge mit Mehrzwecksaal und Café mündet. Das Haus verfügt über gute Blick-Beziehungen sowohl zum Ort als auch zur Ache. Durch die vorwiegende Zweigeschossigkeit des Projektes ergibt sich eine Ortsverträglichkeit und es gibt auch in Hinblick auf eine Erweiterung noch genügend Potential.
Hausgemeinschaften im neuen Zentrum

In Tirol ist das Modell der Hausgemeinschaft noch nicht wirklich bekannt. Die Gemeinden Hopfgarten und Itter wollen damit aber neue Wege beschreiten und das Leben für die ältere Generation damit im Sozialzentrum noch schöner machen, denn dieses Modell kommt dem Leben „daheim“ ziemlich nahe. „Das Modell der Hausgemeinschaft ist eine große Chance und zugleich eine große Herausforderung. Hausgemeinschaftsmodelle haben sich besonders in Oberösterreich, aber auch in Salzburg gut bewährt. Eine solche Hausgemeinschaft setzt sich aus 13 bis 15 Personen zusammen, die in einer Art Wohnstube leben, dort Sicherheit und Geborgenheit verspüren und trotzdem größtmögliche individuelle Freiheit in Anspruch nehmen können“, erzählt Paul Sieberer. Zentraler Punkt ist die Versorgung in der Hausgemeinschaft, die in jeder durch einen Alltags-Manager bewältigt wird. In jeder dieser Hausgemeinschaften gibt es neben einer Küche einen Ess- und Wohnbereich, daran angeschlossen sind die einzelnen Zimmer.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Bei der Präsentation aller eingereichten Projekte dankte Itters Bürgermeister Josef Kahn seinem Hopfgartner Amtskollegen, der sich für das Vorhaben der beiden Gemeinden starkgemacht hat und zielstrebig, aber auch streng daran gearbeitet hat. „In erster Linie geht es um die Menschen. Wir wollen die bestmögliche Versorgung schaffen, denn der Mensch steht im Mittelpunkt“, sagt Kahn.

Nun stehen Adaptierungen der Pläne an, bevor die Bauverhandlungen für das 70 Betten fassende Gebäude gestartet werden können. Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer rechnet mit dem Baubeginn im Februar 2019.

Foto: Bruno Schwamberger, Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer und Itters Bürgermeister Josef Kahn bei der Präsentation des Siegerprojektes für das neue Sozialzentrum in Hopfgarten. Elisabeth M. Pöll

 
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