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21.10.2019
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Den Ernstfall geprobt

Am 12. Oktober fand im ganzen Land die Katastrophenübung AETOS statt. Der KAT Zug aus dem Bezirk Kitzbühel mit neun Feuerwehren, 14 Fahrzeugen und 76 Personen war bei der Übungsannahme im Areal des Zementwerkes am Eiberg im Einsatz.

Schwoich, Bezirk | Vergangenen Samstag stand Tirol ganz im Zeichen der Katastrophenübungen. Die KAT Züge aus dem Bezirk Kitzbühel wurden dabei nach Schwoich beordert.

Die Übungsannahme
Nach anhaltenden Regenfällen kam es zu größeren Murenabgängen. Auf Grund der Gesamtlage waren keine Einsatzkräfte aus der Umgebung mehr vorhanden. Somit wurden KAT Züge aus anderen Bezirken angefordert. Die Situation im betroffenen Gebiet war vorerst unklar, da einige Zufahrten noch nicht frei gemacht werden konnten. In einem Bereich kam es zu einem Gefahrgutunfall – dazu wurden die Gefahrgutfeuerwehren hinzugezogen. Die zwei örtlich zuständigen Kommandanten übergaben die Schadensbereiche an die KAT Züge Bezirk Kitzbühel und Innsbruck Stadt zur Abarbeitung.
Sechs Szenarien mussten abgearbeitet werden
Am Vormittag wurde der KAT Zug aus dem Bezirk Kitzbühel, mit 76 Einsatzkräften und zahlreichen Einsatzfahrzeugen, mit den vorbereiteten sechs Einsatzszenarien konfrontiert:
Fall 1: Gebäudeeinsturz und Gasaustritt – ein Felssturz hatte ein Gebäude teilweise zum Einsturz gebracht. Im Inneren wurden vier Personen vermutet. Diese mussten auch mittels Schallortung gefunden und anschließend geborgen werden.
Fall 2: Fahrzeug und Personen verschüttet, Verdacht auf Gefahrgut im Fahrzeug. Eine Mure hatte ein Fahrzeug in einen Schacht gedrückt, es gab zwei verschüttete/eingeklemmte Personen. Am Fahrzeug war eine orange Tafel angebracht.
Fall 3: Personen im und unter Brecher eingeklemmt. Auf Grund eines Stromausfalles kam es zu einer Havarie im Zementwerk. Es wurden zwei Mitarbeiter im Steinbrecher unter Felsbrocken verschüttet bzw. eingeklemmt.
Fall 4: Vermurung, Höhenbergung, Zufahrt durch Felsbrocken versperrt. Durch einen großen Felssturz und einen Hangrutsch wurde eine Zufahrtsstraße verlegt. In diesem Bereich befanden sich zuvor mehrere Fahrzeuge.
Fall 5: Tunnel durch Mure versperrt und überflutet. Die Zufahrtsmöglichkeit in ein Tal war durch die Vermurung und Überflutung nicht möglich. Im hinteren Talbereich benötigten die von der Außenwelt abgeschnittenen Menschen dringend notwendige medizinische Hilfe.
Fall 6: Verklausung des Baches durch zahlreiche Baumstämme. Unter den Baumstämmen wurde ein Pkw aufgefunden.

Großangelegte Übung
An den Übungen nahmen auch das Rote Kreuz, der Samariterbund und die Bergrettung teil. Unterstützt wurden die Feuerwehren vom Bezirksführungsstab des Bezirksverbandes und von zahlreichen Statisten. Mehrere hundert Teilnehmer waren an der Übung beteiligt. Sämtliche Teilnehmer wurden durch die FF Landl, welche im Katastropheneinsatz für die Verpflegung zuständig wäre, ausreichend verpflegt. Trotz der teilweise schwierigen Übungsszenarien verliefen die Übungen unfallfrei.

Das Gesamtkonzept der Übungsszenarien wurde von Führungskräften des Bezirksverbandes Kufstein ausgearbeitet. Die Übungen wurden von engagierten Feuerwehren/Mitgliedern vorbereitet und von Übungsbetreuern betreut, sodass diese öfter von den verschiedenen Feuerwehreinheiten beübt werden konnten.
Der Zweck des Übungstages war, die Feuerwehren auf die verschiedensten Einsätze vorzubereiten, die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehren des Bezirkes bzw. mit Feuerwehren aus anderen Bezirken und auch mit anderen Einsatz­organisationen zu vertiefen und insgesamt den Ausbildungsstandard zu verbessern. Ein weiteres Ziel war es, dass die Teilnehmer möglichst viele Übungen durchführen konnten. poe

Die Feuerwehren mussten verschiedene Szenarien lösen. Foto: ZOOM.Tirol

 
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