10.09.2016
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Das „Orakl“ ist ein saftiges Spektakel

Da bleibt kein Auge trocken: Die Heimatbühne Kitzbühel feuert bei ihrem aktuellen Stück „Das Regenwurm Orakl“ eine volle Breitseite auf das Zwerchfell des Publikums ab. Bei der Premiere gab‘s begeisterten Applaus.  

Kitzbühel  | Allzu empfindliche Gemüter werden sich wahrscheinlich mit dieser Komödie schwer tun – Würmer und Ratten sind noch die harmlosesten Kreaturen, die dabei auf der Bühne herumwuseln. Alle anderen dürfen sich auf einen saftigen Schwank freuen, der mit viel Liebe zum Detail umgesetzt worden ist. Schon wenn sich der Vorhang öffnet gibt er ein äußerst stimmiges Bühnenbild preis, das seinesgleichen sucht. Jeder Angelhaken, jede verdreckte Socke wurde mit bewundernswerter Harmonie platziert.

Eine derartige Kulisse ist natürlich die perfekte Spielwiese für urige Charaktere. Und die lassen nicht lange mit ihrem Auftritt auf sich warten. Elfriede Wieser und Stefan Ritter als Lotti und Lumpi Nassauer gehören zu den tragenden Säulen des aberwitzigen Schwanks. Christian Hlebetz in seiner Rolle als Hans Hasenfuß ist ebenfalls mit vollem Einsatz dabei. Seiner Bühnenpartnerin Molly Rieser alias „Schank Zenz“ gelingt es, Hlebetz‘ Steilvorlagen gekonnt aufzunehmen und somit ergibt sich ein ausgeglichenes Miteinander, das viel zum Gelingen des Stücks beiträgt.

Überhaupt ist es eines der Verdienste des gesamten Ensembles, dass die Kitzbüheler Mimen die teilweise doch recht würzigen Dialoge sehr charmant und feinsinnig rüberbringen und somit mögliche Untiefen gleich umschiffen. Nicht zuletzt ist dies auch der trefflichen Regie von Klaus Ritter zu verdanken.

Nur der Regenwurm kennt die Wahrheit

Im aktuellen Stück der Heimatbühne halten sich Lumpazi und Falotta Nassauer mit kleinen Gaunereien und dem Fischfang gerade mal so über Wasser. Eine Verkettung merkwürdiger Umstände bringt ihnen schließlich eine weitere Einkommensquelle ein – die Wahrsagerei mittels Regenwürmern. Klar, dass sich das pfiffige Duo diese Chance nicht entgehen lässt, doch damit fängt der Wirbel ja eigentlich erst an...

„Da ist der Wurm drin“ gilt normalerweise ja nicht gerade als Kompliment – für diese schräge und stimmige Produktion der Heimatbühne Kitzbühel soll es aber unbedingt als Gütesiegel verstanden werden!

Die nächsten Aufführungen sind am 16. und 21. sowie am 24. September (dieser Termin um 13.30 Uhr, Alpenhaus Kitzbühel), zudem am 28. September, am 5. Oktober sowie am 16., 19. und 25. Oktober, jeweils um 20 Uhr im Kolpinghaus Kitzbühel. Szenenfotos finden Sie wie immer in der GALERIE.
Elisabeth Galehr

Bild: Falotta (Elfriede Wieser) und Lumpazi (Stefan Ritter) wollen mit dem Orakeln reich werden – ob ihnen da nicht eine Wurmkur bevorsteht? Fotos: Galehr

 
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