13.08.2017
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Das Filmfestival wächst und wächst

Der Countdown läuft. In wenigen Tagen wird das Filmfestival Kitzbühel eröffnet. Die 5. Auflage bringt auch einige Neuerungen mit sich. Über 700 Filme wurden gesichtet.

Kitzbühel | Dass das Filmfestival Kitzbühel in kürzester Zeit so großen Zuspruch erfahren würde, hätten sich die Verantwortlichen bei der Premiere im Jahr 2013 auch nicht gedacht. Über 700 Film-Einreichungen gab es für die fünfte Auflage, die von 21. bis 27. August in Szene gehen wird. „Bereits letzten Herbst haben wir gemerkt, dass wir es alleine nicht mehr schaffen werden, alle Filme zu sichten, deshalb haben wir Programmteams zusammengestellt“, erklärt Programmchef Michael Reisch. Namhafte Branchenkenner, Regisseure und Produzenten  haben das Programm für das 5. Filmfestival mit ausgesucht. Herausgekommen ist ein bunter Mix aus Kurzfilmen, Spielfilmen und Dokumentationen, die in den jeweiligen Kategorien um die Kitzbüheler Filmgams rittern werden.

„Immer noch eine unbequeme Wahrheit“

Die Qual der Wahl hat eine prominent besetzte 13-köpfige Jury unter der Leitung von Angelika Krüger-Leißner. Als Eröffnungsfilm wird am Dienstag, 22. August, „An incovenient Sequel: Truth to the Power“ die Fortsetzung des preisgekrönten Dokumentarfilms über die globale Erwärmung „Eine unbequeme Wahrheit“ von Davis Guggenheim mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore gezeigt. Die Dokumentation läuft als erstes beim Filmfestival in Kitzbühel, erst im September wird sie in die restlichen österreichischen Kinos kommen. „Gerade jetzt, wo Donald Trump das Klimaabkommen gekündigt hat, ist diese Dokumentation aktueller, denn je. Es war nicht leicht, die Rechte für die Österreich-Premiere zu bekommen – aber wir haben es geschafft. Das ist eine große Auszeichnung für uns“, freut sich Reisch.

„Pretty Woman“ war der Hit im Internet

Neben den zahlreichen filmischen Höhepunkten im Laufe des Festivals, gibt es auch wieder ein Rahmenprogramm. So wird am 24. und 25. August zum Autokino am Hahnenkammparkplatz geladen. „Wir haben eine Abstimmung auf Facebook gemacht, welche Filme gezeigt werden“, informiert Mike Mayr-Reisch.  Die Internetgemeinde entschied sich für die Kultfilme „Gefährliche Brandung“ und „Pretty Woman“. „Wobei für ‚Pretty Woman‘ die weitaus meisten Stimmen eingingen – sogar von vielen Männern“, schmunzelt Mayr-Reisch.

Premiere mit Vorstadtweib Nina Proll

Auch das wohl höchste Kino Österreichs am Kitzbüheler Horn öffnet wieder seine Pforten. Gezeigt wird das Drehbuch-Debüt von Vorstadtweib Nina Proll „Anna Fucking Molnar“. „Nina Proll wollte ja 2014 bei der Drehbuchklausur mitmachen, es ist sich aber zeitlich dann nicht ausgegangen. Umso mehr freut es uns, dass wir den Film als erstes zeigen dürfen“, so Michael Reisch. Neben Nina Proll sind auch Schauspielgrößen wie Gregor Bloeb, Uwe Ochsenknecht oder Robert Palfrader in dem Streifen zu sehen. Einige davon werden auch bei der Premiere dabei sein.

Anstelle einer Lesung wird heuer zum ersten Mal zu einem Konzertabend in den Rasmushof geladen. Tenor Cosimo Panozzo  gibt zusammen mit Michael Maciasczyk (Violine) und Luca Rasca (Piano) Filmhits zum Besten.

Abschlussabend für den guten Zweck

Am Samstag, 26. August, werden dann nach einer Woche voller Filme die Filmgämse verliehen. „Dieses Jahr findet der Abschlussabend zugunsten des Mädchen- und Frauenberatungszentrum statt. Wir hoffen auf viele Besucher und Spenden“, erklärt Nina Hipfl-Reisch.

Alle Filme sind für jedermann zugänglich

Alle Filme, bis auf den Eröffnungsfilm, sowie das gesamte Rahmenprogramm des Filmfestivals sind für jedermann zugänglich. Karten gibt es direkt im Festivalzentrum (gegenüber Sporthotel Reisch) oder über Ö-Ticket. „Ich traue mich es ja fast nicht zu sagen, aber insgeheim hoffen wir auf schlechtes Wetter, weil dann mehr Leute ins Kino gehen“, schmunzelt Reisch. Die Filme sind aber auch bei Sonnenschein einen Besuch wert! Alle Informationen unter www.ffkb.at.
Johanna Monitzer

Bild: Bald geht es los! Mike Mayr-Reisch, Josef Obermoser, Michael Reisch, Nina Hipfl-Reisch und Kathryn Perrotti (v.li.) präsentierten das Filmfestival Programm am Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs. Foto: Monitzer

 
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