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22.12.2020
News  
 

Corona drückte die Einsatzahlen

Hinter der St. Johanner Feuerwehr liegt eine intensives Jahr. Die traditionelle Jahreshauptversammlung fiel der Pandemie zum Opfer, der Ausschuss wusste sich aber zu helfen – und stellte sich vor die Kamera.  

St. Johann | „Ich habe mir mein erstes Jahr als Feuerwehrkommandant natürlich schon anders vorgestellt“, erklärt St. Johanns oberster Feuerwehrmann Michael Schenk, der im Dezember des Vorjahres die Leitung der St. Johanner Florianijünger übernahm.
Den Auftakt der Feuerwehrversammlungen im Bezirk übernehmen ja traditionellerweise die St. Johanner. Doch heuer war natürlich an die Versammlung gar nicht zu denken, der Ausschuss machte daher aus der Not eine Tugend. Die Kür der fleißigsten Übungsteilnehmer fand per Video statt.

„Eigentlich hatte ich anfänglich die Befürchtung, dass aufgrund von Corona weniger Feuerwehrmänner an den Schulungen teilnehmen. Das war aber ganz und gar nicht der Fall. Rückblickend muss ich sagen, dass wir trotz allem das Beste aus der Situation gemacht haben, während andere Feuerwehren den Übungsbetrieb ja komplett einstellten“, erklärt Schenk. Dank ausgeklügelter Pläne – Hygiene-und Abstandsmaßnahmen standen im Vordergrund – konnten 74 Übungen und Schulungen durchgeführt werden.

Feuerwehr war jeden zweiten Tag im Einsatz
Doch auch auf die Zahl der Einsätze hatte Corona maßgeblichen Einfluss. Waren im Vorjahr insgesamt 260 Einsätze zu bewältigen, waren es heuer 182 Einsätze, welche die St. Johanner abarbeiteten. Damit waren die St. Johanner fast jeden zweiten Tag im Einsatz. „42 Fehl- bzw. Täuschungsalarme waren darunter“, informierte der Kommandant. Diese seien in etwa gleich geblieben, wobei Schenk eine Verbesserung bemerkte. Grund dafür ist die Ankündigung, dass die Verursacher bzw. Eigentümer der betreffenden Gebäude für solche Fehlalarme zukünftig noch mehr zur Kasse gebeten werden.

Zu 20 Brandeinsätzen wurde die Feuerwehr gerufen. Besonders in Erinnerung bleibt den Florianijüngern ein spektakulärer Küchenbrand am Heiligen Abend 2019. Im Juni forderte der Dachstuhlbrand im Ortsteil Reitham die Feuerwehr. Ende Oktober stand das Anmelde- und Lagergebäude des „Hornparks“ auf dem Harschbichl in Vollbrand. Die Flammen waren vom Markt aus zu sehen.
Im Einsatz waren die St. Johanner auch bei einigen spektakulären Verkehrsunfällen. Besonders tragisch war der Unfall mit einem Quad im Skigebiet, bei dem ein Mann ums Leben kam. Der Absturz eines Fahrzeuges im Mühlbachgraben, bei dem vier Personen involviert waren, bleibt ebenfalls in Erinnerung. Einige Sturmeinsätze galt es ebenso zu bewältigen. Bereits im Februar sorgten anhaltende Regenfälle für einige Hochwassereinsätze. Insgesamt wurden 119 technische Einsätze registriert.

Zwei Mal waren Schlangen zu fangen
Auch einige Tierrettungen – zwei Mal mussten Schlangen einzufangen werden – finden sich im Einsatzbericht. Außerdem halfen die St. Johanner in der Nachbargemeinde, eine Kuh aus einer Güllegrube zu bergen. Dass die Corona-Pandemie mit ein Grund dafür war, dass die Einsatzzahlen gesunken sind, glaubt auch der Kommandant.
Doch die inzwischen 124 Feuerwehrmänner waren nicht nur bei den Einsätzen aktiv, auch im Feuerwehrhaus wurde fest gewerkelt. Die Büros der Ausschussmitglieder sowie der Schulungsraum wurden umgebaut, auch in der Werkstatt wurde einiges gemacht. Außerdem wurde eine neue EDV-Anlage installiert. Wie berichtet laufen derzeit die Planungen für einen Erweiterungsbau.
Trotz aller Corona-Schwierigkeiten zieht Kommandant Michael Schenk eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr. Margret Klausner

Bilder: Ende Oktober brannte das Anmelde- und Lagergebäude des Hornparks komplett nieder. Vor allem die lange Anfahrt warfür die Feuerwehr eine große Herausforderung.

Kassier Andreas Schmied, Komm.-Stellv. Anton Rieser, Kommandant Michael Schenk und Schriftführer Stefan Wörgetter dankten ihren Kameraden per Video. Fotos: Feuerwehr St. Johann

 
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