27.04.2020
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Blutspender gesucht

Kitzbühel, Innsbruck | Auch in Corona-Zeiten ist er der wertvollste Saft – Blut von gesunden Menschen, das in den Krankenhäusern dringend benötigt wird. Daher touren die Teams des Blutspendedienstes Tirol nach wie vor durch das Land und organisieren in vielen Gemeinden unter dem Motto „Ich gebe mein Bestes“ Blutspendeaktionen. Selbstverständlich unter Einhaltung sämtlicher hygienischer Vorschriften. Vor zwei Wochen legte ein Team in St. Johann einen Stopp ein und zahlreiche Menschen folgten der Aufforderung zum Blutspenden in der Turnhalle der Volksschule.

Mit Beginn der Corona-Epidemie wurden auch in Tiroler Spitälern geplante Operationen verschoben, um im Fall genügend Krankenhausbetten für an COVID-19 erkrankte Patienten freizuhalten. „Blut spenden war in dieser Zeit aber genauso wichtig wie vorher. Die normale Patientenversorgung ist ja weitergelaufen“, erklärt Manfred Gaber, der Leiter des Blutspendedienstes Tirol. Seit letzter Woche würden jedoch die Spitäler wieder langsam hochfahren und zum Teil bereits mit geplanten Operationen beginnen. „Damit steigt natürlich der Bedarf an Blut“, betont Gaber.

Die nächsten Blutspendeaktionen finden übrigens am Montag, 27. April, von 15 bis 20 Uhr in der Neuen Mittelschule in Kössen sowie am Samstag, 17. Mai, von 16 bis 20 Uhr in der Neuen Mittelschule in Westendorf statt.

Blutplasma hilft Corona-Erkrankten
Mit Plasma Leben retten können jetzt jene Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben. Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes ist dringend auf der Suche nach solchen Spendern.
Doch es ist nicht nur Blut, dass gebraucht wird, sondern vor allem auch Blutplasma, von jenen Menschen, die nach einer Corona-Infektion wieder gesund sind. Dass viele Genesene helfen wollen, weiß der Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Kitzbühel, Bernhard Gschnaller: „Bei uns rufen viele Leute an, die nachfragen, wo sie Plasma spenden können. Wir sind hier aber nicht zuständig, das machen unsere Kollegen vom Blutspendedienst in Innsbruck.“
Menschen, die das Corona-Virus besiegt haben, haben speziell auf SARS-CoV-2 passende Immunzellen gebildet. „Diese Antikörper befinden sich im Blut und helfen dabei, das Virus zu töten und die Infektion zu bekämpfen“, klärt Manfred Gaber auf. Mit dem so gewonnenen Plasma werden erkrankte Menschen behandelt. „Es gibt auch bereits Erfolge“, weiß Gaber. Allerdings ist das Spenden von Blutplasma nur in der Innsbrucker Blutbank möglich. „Spenden können alle Genesenen zwischen 18 und 65 Jahren, die die Voraussetzungen für das Blutspenden mitbringen. Nicht spenden dürfen die Frauen, die Kinder haben oder schwanger waren“, betont Gaber. Rund eine Stunde dauert der Spendenvorgang. „Wir bitten um telefonische Terminvereinbarung (Tel. 0512/504-22935 od. Tel. 0800 190 190). Wir machen auch einen kleinen Gesundheitscheck“, erklärt Gaber. Spender müssen 14 Tage symptomfrei sein und ein negatives Testergebnis haben oder mindestens 28 Tage ohne Symptome sein. Gaber und sein Team hoffen auf viele Spender, die helfen wollen. Margret Klausner

Die Turnhalle der Volksschule St. Johann war kürzlich Schauplatz einer Blutspende-Aktion des Roten Kreuzes. Auch in Zeiten von Corona wird in Tirol dringend Blut benötigt. Foto:  Klausner

 
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