28.03.2020
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Bevölkerung ist diszipliniert

Auch die Poalizisten im Bezirk Kitzbühel sind derzeit massiv gefordert. Kontrolliert werden nicht nur die Einhaltung der Ausgangssperre, sondern auch die Landesgrenzen.

Bezirk | Auch für den Bezirkspolizeikommandanten Martin Reisenzein ist die derzeitig Lage alles andere als alltäglich, wie er selbst einräumt. „Natürlich ist diese Situation für uns sehr ungewohnt, aber wir sind es gewohnt, flexibel zu sein und die Bevölkerung zu unterstützen“, erklärt Reisenzein. Die Polizei sei mittendrin und unterstütze intensiv die Gesundheitsbehörden in der Umsetzung der Verordnungen.  
Die durch das Land verordnete Ausgangssperre sorgt naturgemäß auch für eine Änderung der Aufgaben der Exekutive. Die Straßen im Bezirk sind nahezu leergefegt, und nicht nur die Unfallzahlen sind gesunken, auch die Anzahl der Verkehrssünder nimmt ab.
„Das heißt natürlich, dass wir uns jetzt auf unsere Aufgaben, rund um die Coronavirus Problematik konzentrieren können“, sagt der Polizeichef. Das Personal wurde zwar nicht aufgestockt, trotzdem gelingt es dank umsichtiger Planung, mehr Polizeistreifen auf der Straße zu haben. „Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Bevölkerung die Ausgangssperre sehr ernst nimmt. Es sind kaum Menschen unterwegs, wir treffen auch kaum Gruppen an, die Leute sind alle sehr diszipliniert“, schildert Reisenzein. Seit 30 Jahren sei er Polizist, so etwas habe er noch nie erlebt.
Die Menschen hätten auch oft Gesprächsbedarf, sagt er. Und betont, „dass wir grundsätzlich versuchen, auf die Leute einzuwirken. Es ist gar nicht in unserem Interesse, viel zu strafen.“ Bei den ganz Unbelehrbaren, die das Ganze nicht ernst nehmen, müsse man aber durchgreifen und in letzter Konsequenz auch strafen.

Polizei fährt auch auf den Pässen Streife
Doch nicht nur die Kontrolle der Ausgangssperren liegt in den Händen der Exekutive, auch die Grenzen zu Bayern und Salzburg werden von der Polizei derzeit kontrolliert. Regelmäßig sind die Beamten an der Grenze zu Reit im Winkl und Schleching unterwegs, aber auch am Pass Strub (Waidring), am Pass Griessen (Hochfilzen) und am Pass Thurn (Jochberg)stehen stichprobenartige Kontrollen auf der Tagesordnung. Jeder, der Tirol verlässt bzw. einreisen will, muss den Grund für die Fahrt angeben.
Martin Reisenzein ist jedenfalls zufrieden mit der Disziplin, auch am vergangenen Wochenende hielt sich die Bevölkerung im Bezirk an die Verordnungen.
Das können auch der stellvertretende Kommandant der Polizeiinspektion Erpfendorf Raphael Bader und sein Kollege Stefan Friedl bestätigen. Insgesamt zehn Beamte machen in Erpfendorf Dienst und kontrollieren derzeit auch die Einhaltung der Quarantäne. Die Leute würden sich zum Großteil daran halten, so der Eindruck der beiden Polizisten, die am Wochenende auf Streife waren und unter anderem auch die Grenze zu Salzburg, am Pass Strub, regelmäßig kontrollierten. Wobei das schlechte und vor allem kalte Wetter am Wochenende sicher mit dazu beigetragen habe, dass die Leute eher daheim blieben, so die Beamten. Margret Klausner

Der stellvertr. Kommandant der PI Erpfendorf, Raphael Bader (l.) und sein Kollege Stefan Friedl kontrollieren derzeit nicht nur die Einhaltung der Ausgangssperre, sondern sind auch für die Landesgrenze zu Salzburg zuständig. Foto: Klausner

 
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