27.03.2017
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Bescheidene Wintersaison

Rekordmeldungen für die Wintersaison wird es auch nach Ostern keine geben. Von November bis Ende Februar haben die Tourismusverbände im Bezirk Einbußen bei den Nächtigungen zu verbuchen. Die Situierung der Weihnachtsfeiertage, die Ferienzeit in den Niederlanden und die späten Osterfeiertage sind die Hauptursache für den Rückgang.

Bezirk | Im Vorjahr konnten die Tourismusverbände des Bezirkes durchwegs positive Ergebnisse bei den Nächtigungen im Winter vermelden, heuer sind die Zahlen nicht mehr so rosig. Einige der Gründe für die verminderten Nächtigungen liegen auf der Hand: Die Weihnachtsfeiertage (Samstag bis Montag) waren touristisch kein Gewinn, und für die Februar-Statistik fehlte im Vergleich zum Vorjahr der 29.2., was einen Vollbelegungstag weniger bedeutet. Zudem waren im Vorjahr die Osterfeiertage im März.

Dabei startete der Winter im November in allen Regionen sehr gut. Im Dezember kam es zu einem Nächtigungseinbruch, während im Jänner die Kurve wieder nach oben zeigte, doch das nächste Tief folgte bereits im Februar. In Summe bewegen sich die Zahlen im Bezirk Kitzbühel zwischen einem leichten Rückgang (-1 Prozent im Brixental) bis deutliche Einbußen im Pillerseetal (Februar -6,7 Prozent).

Kitzbühel Tourismus mit leichtem Minus

Die suboptimalen Rahmenbedingungen für die Wintersaison bekam auch die „Lokomotive der Region“ Kitzbühel Tourismus zu spüren. Die fehlenden Nächtigungen im November und Dezember konnten trotz eines starken Jänners (+ 4,1 Prozent) nicht ganz wettgemacht werden. Mit Ende Februar wird ein Minus von circa zwei Prozent zu Buche stehen. „Wir sind im Grunde nicht unzufrieden, wenn man die gesamten Umstände in die Zahlen mit einbezieht. Das Minus vor den Zahlen schmerzt natürlich, aber im Vergleich zu anderen Regionen sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Aber abgerechnet wird erst am Ende der Saison“, kommentiert Kitzbühel Tourismus Direktorin Brigitte Schlögl die Zahlen.

Die Brixentaler sind zufrieden

„Wir sind mit dem Verlauf der Saison sehr zufrieden. Ende Januar konnten wir das Minus der Vormonate bereits ausgleichen und auch der Februar war in unserer Region nicht schlecht. Hier hat sich gezeigt, dass das Konzept mit Rowwen Hèze (Anm. eine niederländische Band) aufgegangen ist“, erzählt Geschäftsführer Max Salcher. Bei den Nächtigungen verbuchte das Brixental ein Minus von einem Prozent. Die Auslastung im Brixental war auch noch bis Mitte März sehr gut.

Minus bei Nächtigungen, Plus bei Ankünften

Bei den Übernachtungen musste die Region Kitzbüheler Alpen St. Johann von November bis Februar ein Minus von 3,55 Prozent hinnehmen. Gestiegen ist hingegen die Anzahl der Ankünfte um 4,2 Prozent. Damit liegt die Region bei den Ankünften tirolweit auf Platz drei.

„Bergbahnen sind bis dato die Erfolgstreiber erfolgreicher Winterdestinationen, prägen die alpine Entwicklung von Regionen, hier befinden wir uns mit unserem neuen Mehrheitseigentümer Skistar auf einem sehr guten Weg, der allerdings auch seine Zeit brauchen wird. Die Erfolgsformel liegt daher sicher in einer so eng wie möglichen Kooperation von Bergbahn, TVB, Gemeinden und Betrieben, die Fahrtrichtung stimmt jedenfalls“, erklärt Geschäftsführer Gernot Riedel.

Achterbahnfahrt im Pillerseetal

Im Pillerseetal war ganz schön was los in diesem Winter. Neben der Biathlon-Weltmeisterschaft wurde im März auch noch ein Continentalcup der Langläufer in der Region abgehalten. Im ersten Moment, möchte man meinen, dass sich derartige Events positiv auf die Nächtigungszahlen auswirken, jedoch ist das Gegenteil der Fall. Durch die zahlreichen Einzelbelegungen der Zimmer fehlt es am Ende an Nächtigungen. „Man muss die Biathlon-WM aber als nachhaltige Veranstaltung sehen, die uns in den nächsten Jahren sicherlich zusätzliche Gäste bringen wird“, erzählt Geschäftsführer Armin Kuen, der in seinem ersten Jahr im Pillerseetal ein wahre Achterbahnfahrt bei den Nächtigungen mitmachte. Nach dem katastrophalen Dezember mit einem Minus von 25 Prozent (Biathlon-Weltcup fand nicht statt), folgte ein guter Jänner mit einem Plus von 7,7 Prozent und im Februar kam das nächste Tief mit einem Minus von 6,7 Prozent. Auch im März wird man diese Einbußen nicht wettmachen können.

Bescheidene Bilanz im Kaiserwinkl

„Der Winter verlief im Kaiserwinkl sehr bescheiden“, schildert Obmann Gerd Erharter die Situation. Am Ende der Saison rechnet man mit einem leichten Minus. Positiv ausgewirkt hat sich auch heuer wieder die technisch beschneite Loipe, die bereits zum dritten Mal eingerichtet wurde.

Zufrieden Bilanz an der Hohen Salve

„Wenn man die Situation der Wintersaison bedenkt, sind unsere Zahlen gar nicht so schlecht“, kommentiert Geschäftsführer Stefan Astner die Nächtigungen in der Region Kitzbüheler Alpen Hohe Salve, die ein leichtes Minus von 3,5 Prozent aufweisen. Für den März legte die Region auch noch einen guten Start hin, an ein fulminantes Ende des Monats glaubt Astner aber nicht.
Going, das zum Tourismusverband Wilder Kaiser zählt, musste 3,2 Prozent der Nächtigungen einbußen. Im gesamten Verband lag das Minus bei 4,6 Prozent.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Die gute Schneesituation im Jänner sorgte für ein Hoch bei den Nächtigungen im Bezirk Kitzbühel. Foto: Pöll

 
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