17.12.2020
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Berufsfotografen vor der Linse

Beim Landesaward der Tiroler Berufsfotografen haben drei Fotografen aus dem Bezirk Spitzenplätze erreicht. Die Bilder nehmen nun am Bundeswettbewerb teil und sind in einer Online-Galerie zu sehen.

Kitzbühel | Insgesamt wurden 383 Fotografien in zehn verschiedenen Kategorien eingereicht. Podestplätze gab es für Gernot Lazzari, Markus Mitterer (beide aus Kitzbühel) und Lisa Marie Lederer aus Kirchberg.
Irene Ascher, Landesinnungsmeisterin der Berufsfotografen der WK Tirol, ist von der Vielfalt der eingereichten Fotos beeindruckt und freute sich, dass die Landesaward-Sieger im Rahmen einer Online-Ausstellung zu sehen sein werden: „Schwierige Zeiten erfordern besondere Lösungen. Unsere Welt ist voll mit Bildern, da ist es oft schwierig, aufzufallen. Doch es liegt uns am Herzen, dass wir gesehen werden und vor allem auch zeigen können, welche Vielfalt die Tiroler Berufsfotografie bietet.“ Nicht nur die Bilder spiegeln die Vielfalt, sondern auch die Gewinner.

Markus Mitterer, ein Allrounder
Markus Mitterer ist kein „Wettbewerbstyp“, daher hat der routinierte Fotograf erstmals seine Bilder eingeschickt und sogleich in der Kategorie Landschaft, Tourismus gewonnen. Bekannt ist der Kitzbüheler vor allem durch seine Landschafts- und Tourismusfotografien sowie seine Bücher und Kalender, die er veröffentlicht. In Zeiten von Corona hat sich bei ihm nicht viel verändert. „Ich habe mit Kalendern, Büchern und Wandbildern viele eigene Projekte“, erklärt Mitterer und freut sich über die Unabhängigkeit. Und die Zeit muss genutzt werden. Beim Interview mit dem Kitzbüheler Anzeiger stapfte er gerade durch die tiefverschneite Landschaft von Obertilliach in Osttirol und ist somit erneut auf der Jagd nach den besten Bildern.

Lisa Marie Lederer, neu im Fotogeschäft
Ein Neuling im Fotografen-Geschäft ist Lisa Marie Lederer aus Kirchberg. Seit Mitte 2019 ist sie selbstständig und hat in diesem Jahr an einem Kurs beim WIFI zur Meisterfotografin teilgenommen, wobei es den eigentlichen Meisterbrief im freien Fotogewerbe nicht mehr gibt. „Die Trainer haben zum Mitmachen animiert“, erinnert sich Lederer. Spezialisiert hat sich die junge Kirchbergerin auf die Sportfotografie sowie Architektur, insbesondere Innenarchitektur und Menschen. „Die Schönheit der Landschaft ist nicht selbstverständlich“, erklärt Lederer das Faszinierende für sie. Um diese Schönheit einzufangen ist ein gutes Auge gefragt, damit kann die Absolventin der HTL für Innenarchitektur punkten. In Zukunft will sie sich ganz der Fotografie verschreiben: „Ich möchte die Fotografie gerne mit dem Reisen verbinden“, erklärt sie ihr Wunschziel für die nächsten Jahre.

Gernot Lazzari, Kitzbüheler Fotohaus
Erstmals beim Fotobewerb mitgemacht hat auch Gernot Lazzari, Inhaber des Kitzbüheler Fotohauses, und hat sogleich mehrere Stockerlplätze in verschiedenen Kategorien erreicht. „Beruflich widme ich mich ausschließlich Landschaften“, sagt Lazzari, und in dieser Kategorie holte er Platz zwei und drei hinter Kollege Markus Mitterer. Mit einer tiefverschneiten Winterlandschaft haben beide bei der Jury gepunktet. Ein Ausgleich ist für ihn das Fotografieren mit der Platte. Wie vor 100 Jahren ist der Fotograf unter einem schwarzen Tuch und bearbeitetet dann das Foto. Beide Arbeiten haben eins gemeinsam: alle Bilder werden selbst bearbeitet und im eigenen Fotogeschäft produziert.
Die preisgekrönten Fotos sind in einer Online-Galerie zu sehen: https://www.wko.at/branchen Verena Mühlbacher

Bild: Den 2. Platz holte sich Lisa Lederer mit diesem Bild in der Kategorie Produkt.

 
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