08.03.2019
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„Berufsbild“ der Frau: Teilzeit

Zwar hat die Erwerbsbeteiligung von Frauen zugenommen, ein Großteil entfällt aber auf Teilzeit.

Bezirk  | Im Jahr 2017 waren laut Statistik Austria 68,2 Prozent der Frauen erwerbstätig. Der Anteil erwerbstätiger Frauen war damit um fast zehn Prozentpunkte höher als vor 20 Jahren und nähert sich damit der Erwerbstätigenquote der Männer (76,2 Prozent) schrittweise an. 47,7 Prozent der Frauen arbeiteten allerdings in Teilzeit. In Tirol ist dieser Wert nochmals höher – hier liegt die Teilzeitquote bei 53,2 Prozent. Im europäischen Schnitt arbeiten 32,6 Prozent der Frauen in Teilzeit. Die Teilzeitquote bei den Männern liegt österreichweit bei 11,8 Prozent, in Tirol bei 10 Prozent.

„Fairerweise muss man dazu sagen, dass bei uns viele Frauen Teilzeit arbeiten wollen“, präzisiert ÖGB-Regionalsekretär Hansjörg Hanser auf Nachfrage des Kitzbüheler Anzeigers. Einerseits, weil sie Kinder betreuen, aber viele auch deswegen, weil sie in körperlich anspruchsvollen Berufen arbeiten und die Arbeitszeit deswegen reduzieren wollen. Frauen sind es auch, die die Pflege von Angehörigen mehrheitlich übernehmen. Dennoch: Fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen sind nach einer Analyse des ÖGB der Hauptgrund für viele Frauen, in Teilzeit zu gehen. Vor allem Betreuungsplätze für Kinder von 0 bis 3 Jahren sind dünn gesät bzw. vergleichsweise teuer. Daher fordert der ÖGB Maßnahmen, um Beruf und Familie besser vereinen zu können. Eine gut ausgebaute Kinderbetreuungsstruktur spielt dabei eine zentrale Rolle.  

Das sieht übrigens auch die Arbeitgeberseite so. So forderte der Wirtschaftsbund Kitzbühel im Rahmen seiner Sommertour einen Ausbau der Kinderbetreuung – etwa über Betriebskindergärten. Elisabeth Galehr,  Symbolfoto: Pexels.com

 
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