03.11.2017
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Bergbaugeschichte zum Anfassen

Mit einem kleinen, aber feinen Fest feierte der Jochberger Museumsverein am Nationalfeiertag sein Jubiläum im Bauernmuseum „Vorderkünstler“.

Jochberg  | Die Zweigstelle des Heimatmuseums Jochberg – das Bauernmuseum Vorderkünstler – stand am Nationalfeiertag ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestandsjubiläums des Bergbau- und Heimatmuseumsvereins Jochberg. Kustodin und Obfrau Anneliese Hechenberger konnte zahlreiche Museumsfreunde zum Geburtstag begrüßen, Alt-Bgm. und Obfrau-Stellvertreter Heinz Leitner hatte einen umfangreichen Rückblick vorbereitet, konnte zahlreiche Anekdoten über den Gründer des Vereins, Georg Jöchl, erzählen und erinnerte u.a. an so manche turbulente Vorstandssitzung.

Begonnen hatte die Geschichte des Museums mit Georg „Örg“ Jöchl, der gemeinsam mit  Professor Richard Pittioni in den 1970-Jahren  in Jochbergwald die prähistorischen Scherben beim Gasthaus am Fiderialboden ausgegraben hatte. Andreas Neumayer vom Hof „Vorderbichln“ spendete dann  die ersten Exponate für ein Museum. Als die Gemeinde dann den Dachboden zum Ausstellen anbot, wurde am 10. September 1977 der Verein gegründet. Bereits ein knappes Jahr später öffnete das Museum seine Tore.

Der „Örg“ drückte seinen Stempel auf

Vor allem Georg Jöchl  (verstorben 2010) drückte dem Verein seinen Stempel auf – er war nicht nur der Ideengeber, bis zum Jahr 2010 blieb er überdiese Obmann, dessen Ruf weit über die Grenzen Jochbergs hinaus bekannt war. Über die Jahrzehnte wuchs das Museum stetig an und ist inzwischen im Jochberger Vereinsheim untergebracht – vor allem die Bergbauvergangenheit steht im Zentrum der Austellung.

Mit der Gründung der Zweigstelle „Vorderkünstler“ im Jahr 2004 betreibt der Verein inzwischen auch ein eigenes Bauernmuseum. Seit rund 15 Jahren gibt es im Übrigen eine Oldtimergruppe, die unter Leitung von Rudi Embacher Oldtimerrallys durchführt. Georg Jöchl übergab im Frühjahr 2010 die Leitung des Vereins an Rupert Huber. Nachdem Huber leider im Herbst 2010 verstarb, übernahm Anneliese Hechenberger das Zepter und führt den Verein bis heute. Im Rahmen des Festes dankten Leitner und Hechenberger ihren Helfern und sind überzeugt: „Die Funde der Scherben in Jochbergwald haben das Kulturleben in unserem Dorf verändert, bereichert und ergänzt.“

Weitere Infos sind unter www.museum-jochberg.at zu finden. Margret Klausner

Bild: Engagement für den Bergbau- und Heimatmuseumsverein: Obfrau Anneliese Hechenberger, Antonia Krimbacher, Fritz Jünger, Walter Schipflinger, Maria Jöchl und Heinz Leitner (v.l.).  Foto: Klausner                 

 
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