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18.03.2018
News  
 

Bedrohlichster Feind ist die Natur

Unter dem Decknamen „Capricorn“ üben Soldaten derzeit in Hochfilzen den Einsatz im Gebirge. Die Rekruten aus aller Welt lernen dabei mit dem bedrohlichsten Feind in den Bergen umzugehen: der Natur.  

Hochfilzen | In den letzten beiden Wochen übten 532 Soldaten (davon 12 Frauen) das Überleben und den Kampf im Hochgebirge. Das Ausbildungsvorhaben „Capricorn“ (übersetzt: Steinbock) am Truppenübungsplatz in Hochfilzen verlangte den Rekruten aus Österreich, Bulgarien, Deutschland, Polen, Slowenien und Tschechien sowie Militärbeobachtern aus den USA einiges ab.

Österreich als Vorbild

Bei „Capricorn“ übernimmt das Österreichische Bundesheer die Führungsrolle. Die seit 2010 bestehende Ausbildung im Rahmen der europäischen „Pooling & Sharing Mountain Training Initiative“ gilt als Vorzeigeprojekt. In drei Stationen üben die Soldaten zuerst das Überleben und dann den Kampf im Hochgebirge. „Der bedrohlichste Feind in den Bergen ist die Natur“, veranschaulicht Hauptmann Andreas Wach.

Die Soldaten trainieren ihre Durchhaltefähigkeit sowie die Koordinierung, Planung und Durchführung der Versorgung mit Spezialfahrzeugen und Tragtieren im alpinen Raum. Genächtigt wird u.a. in Biwaks, die sie aus Schnee selbst errichten.

Auch das Scharfschießen unter winterlichen Bedingungen ist eine Herausforderung. „Es werden bergauf und bergab Schießen, Schießen aus weiter Entfernung sowie Stellungsarten im Steilgelände und Anschlagsarten trainiert“, erklärt Wach.

Alexander Van der Bellen: „Training ist sehr wichtig“

Von der länderübergreifenden militärischen Ausbildung machten sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) ein Bild. „Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig, wir lehren und können etwas lernen“, betont der Bundespräsident und Oberbefehlshaber des Bundesheers.

Ganz in seinem Element war Verteidigungsminister Kunasek, er ließ es sich nicht nehmen, ins Biwak zu klettern und die Spezialgefährte zu besteigen. „Wir haben ein Verhältnis auf Augenhöhe“, sagt er über die Zusammenarbeit mit Van der Bellen. Dieser und seine Frau Doris Schmidauer informierten sich umfassend über den Ausbildungsablauf. Die belgischen Soldaten verziehen ihm auch mit einem Schmunzeln, dass er sie scherzhaft „Flachländer“ nannte – als gebürtiger Tiroler darf man das schließlich. Johanna Monitzer

 
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