01.11.2020
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Baustopp am Schwarzsee

Die Bauarbeiten für das Steghaus beim Alpenhotel am Schwarzsee wurden eingestellt. Das bisherige Bistro wurde aufgrund der schlechten Bausubstanz komplett abgerissen und nicht wie im Bebauungsplan festgehalten, nur teilweise.

Kitzbühel | Bei der Gemeinderatssitzung am 19. Oktober sprach Manfred Filzer (Liste UK) die Baufortschritte am Alpenhotel an. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir im Gemeinderat über den Abriss des Bistros gesprochen haben“, sagt Filzer und merkt an, dass es sich um eine Anfrage handelt, da Gemeinderäte keinen Einblick in die Bebauungspläne haben.  
Laut Bebauungsplan, der am 8. Juni beschlossen wurde, war nur ein teilweiser Abriss des Gebäudes mit Um- und Zubauten genehmigt worden. „Ein gänzlicher Abriss wurde nicht beschlossen. Der Bauwerber war jüngst an die Gemeinde herangetreten und teilte mit, dass die Bausubstanz sehr schlecht war und daher abgerissen wurde. Die Baubehörde wurde daraufhin gleich aktiv und stellte die Baumaßnahmen ein“, informierte Bürgermeister Klaus Winkler den Gemeinderat. Zwischenzeitlich wurden die neuen Pläne nachgereicht und werden nun vom Bauamt geprüft. Erst nach Abschluss der Prüfung können die Arbeiten wieder aufgenommen werden.

Grüne-Gemeinderat Rudi Widmoser gab zu Bedenken, dass die Darstellung des Steghauses auf den Plänen und der Ansichtstafel im Baustellenbereich variieren. „Wird hier die Dachterrasse schrittweise vergrößert?“, stellte er seine Frage an den Gemeinderat. „Es reicht schon, einen anderen Fenstertypus einzuplanen und das Gebäude schaut anders aus“, erklärte FPÖ-GR Bernhard Schwendtner.

Schultz: „Bebauungsplan wird eingehalten“
Auch Bauwerber Heinz Schultz kann die Befürchtungen entkräften: „Das Steghaus wird nach Plan gebaut und wir wollen uns den Abriss entsprechend genehmigen lassen, teilweise sind dafür die Stellungnahmen ja schon da und entsprechend positiv. Es gibt einen gültigen Bebauungsplan. Dieser wird eingehalten und entsprechend wird auch gebaut. “
Schultz erzählt außerdem, dass es geringfügige Änderungen zum ursprünglichen Plan gibt. Im Rahmen des Bebauungsplanes will der Zillertaler ein behindertengerechtes WC, das nun mitverhandelt wird, errichten. „Wir werden den Plan aber trotzdem einhalten“, versichert er.

Der Baustopp wirkt sich natürlich auch auf den Zeitplan für die Sanierungs-, Umbau- und Neubauten für das Projekt Alpenhotel aus. „Wir werden das Steghaus jetzt nicht bis Weihnachten fertigstellen können. Das ist schade, aber ich bin großer Hoffnung, dass alles rechtzeitig genehmigt wird“, sagt Schultz. Bis zum Start der nächsten Badesaison (Mai 2021) will man aber das Steghaus mit den öffentlichen Räumen für die Badeanstalt fertigstellen, damit Einheimische und Gäste im nächsten Sommer nicht wieder durch Bauarbeiten gestört werden.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Zu einem Baustopp kam es beim Um- und Neubau des Alpenhotels. Das bisherige Bistro wurde aufgrund der schlechten Bausubstanz komplett abgerissen anstelle nur teilweise. Foto: Pöll

 
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