19.08.2019
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Baustart nach Jahren des Streits

Ein Ende der jahrelangen Gerichts- und Gutachtenschlacht rund um das Bauvorhaben der Neuen Heimat Tirol im Reither Bichlach scheint nun in Sichtweite.

Reith | Seit Jahren steht das Bauvorhaben des sozialen Wohnbauträgers Neue Heimat Tirol (NHT) im Reither Bichlach in der Warteschleife. Die Anrainer, welche das Bauprojekt jahrelang bekämpften, schöpften alle ordentlichen Rechtsmittel aus, erklärt NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner: „Nun gibt es noch außerordentliche Rechtsmittel, aber diese haben keine bauaufschiebende Wirkung mehr.“

Anrainer bekämpften den Wohnbau
Die Beweggründe, warum die Anrainer den sozialen Wohnbau dermaßen bekämpften, war mannigfaltig. Gegenüber dem ORF sprach man von Überschwemmungsgefahr. Anrainer, die nicht genannt werden wollten, wandten sich an den Kitzbüheler Anzeiger und äußerten ihre Bedenken aufgrund der Pipeline der TAL, die durch das Grundstück verläuft (Bericht in der Ausgabe 27 vom 5. Juni 2018). Zuletzt wurde der wasserrechtliche Bescheid für die Baugrube beeinsprucht. Gutachten um Gutachten wechselten die Besitzer. Zig Rechtsanwälte wurden beschäftigt. „Die Anrainer haben sehr viel Geld investiert, um den Bau zu verhindern. So etwas habe ich noch nie erlebt“, so Gschwendtner.

Der Baustart soll im Herbst erfolgen
Die Mühen der Anrainer waren vergebens. Jegliche Bescheide wurden durch die Gerichtshöfe bestätigt, der Baustart für die Wohnanlage mit 40 Einheiten wird von der Neuen Heimat Tirol noch in diesem Herbst anvisiert.
Erschwinglicher Wohnraum, ist in Reith, wie vielerorts im Bezirk, rar. Die Liste an Wohnungswerbern in Reith ist lang. Bürgermeister Stefan Jöchl meinte im Sommer 2018, dass er erst fixe Zusagen an Wohnungswerber gibt, wenn die Bagger auffahren – das könnte nun, acht Jahre nach Projektpräsentation, in diesem Herbst der Fall sein. Johanna Monitzer

Die Tafel des sozialen Wohnbauträgers Neue Heimat ist schon ein wenig abgewettert. Was aber kein Wunder ist, denn seit Jahren steht das Bauvorhaben im Reither Bichlach in der Warteschleife. Nun wird ein Baustart anvisiert. Foto: Monitzer

 
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