08.08.2017
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Bauer wehrt sich gegen Enteignung

Wie bereits angekündigt, will der Landwirt keinen Grund für den Neubau der Kohlhoferbrücke hergeben und geht gegen die Enteignung rechtlich vor.

Reith | Vor kurzem flatterte Johann Jöchl der Enteignungsbescheid der Tiroler Landesregierung ins Haus. Datiert mit 17. Juli wird er darin über die zwanghafte Abtretung von 382 Quadratmeter Grundfläche in Kenntnis gesetzt, damit die Kohlhoferbrücke neu gebaut werden kann. Das Land Tirol stellte die Notwendigkeit der Enteignung in Hinblick auf den Erhalt der Verkehrsfläche fest.

Für die 382 Quadratmeter, die Jöchl dauerhaft abtreten soll, bekommt er als Entschädigung rund 6.840 Euro. Weiters benötigt das Land für die Baumaßnahmen eine vorübergehende Fläche von 271 Quadratmetern – dafür bekommt er eine Entschädigung von 132,36 Euro pro Jahr zugesprochen.

Der Landwirt will nun alle Rechtsmittel ausschöpfen, um die Enteignung zu verhindern. „Ich will mir nicht vorwerfen lassen, dass ich mich nicht gewehrt hätte“, betont Jöchl.

Rechtsstreit wird mittels Spenden finanziert

Unterstützung erhält der Landwirt vom Grünen GR Florian Pointner, der sich schon seit Anbeginn gegen den geplanten  Neubau der Kohlhoferbrücke  aussprach. Pointner sammelte Spenden, um den Rechtsstreit zu finanzieren.

Übernehmen soll den Fall die Innsbrucker Anwältin Margrete Rittler. Auf dem Enteignungsbescheid ist jedoch noch der Kitzbüheler Rechtsanwalt Simon Brüggl angeführt. „Rechtsanwältin Rittler hat die Vollmacht von mir bereits. Sie gilt als Expertin in diesem Gebiet“, so Jöchl. Besonders sauer stößt dem Landwirt auf, dass das Land Tirol ihm Grund günstig abkaufen will, jedoch Grundflächen nicht weit von ihm entfernt wieder teurer verkauft.

„Das ist Spekulation“, so Jöchl.

Gegen den Enteignungsbescheid kann binnen vier Wochen Beschwerde eingereicht werden. Mit welchen Argumenten Rechtsanwältin Margrete Rittler gegen den Bescheid vorgehen will, konnte vor Redaktionsschluss nicht in Erfahrung gebracht werden. Rittler befindet sich derzeit im Urlaub, heißt es aus ihrer Innsbrucker Kanzlei. Johanna Monitzer

 
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